Dortmunder SPD erklärt sich solidarisch mit der „Hirsch-Q“

Die Dortmunder SPD erklärt sich solidarisch mit den Gästen und Betreibern der Kneipe „Hirsch-Q“. Nicht zuletzt die aufgetauchten Videoaufnahmen machten deutlich, dass es sich hier nicht um eine „Kneipenschlägerei“ handelt, sondern um einen brutalen, geplanten Überfall durch Neonazis.

Dazu Kai Neuschäfer, Vertreter der SPD im Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus: „Die ,Hirsch-Q‘ ist seit Jahren Ziel von rechten Angriffen. Jede Atttacke ist auch ein Angriff auf unsere Demokratie. Die Opfer verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität.“

Für die SPD ist es „unverständlich, wenn die Tatbeteiligten vorheriger Überfälle auf die Kneipe ,Hirsch-Q‘ straffrei ausgehen. Das ist für unseren Rechtsstaat untragbar und für die Opfer ein Schlag ins Gesicht. Insbesondere die erneute Beteiligung des Mörders von Thomas ,Schmuddel‘ Schulz, Sven K., an dem Überfall zeigt, dass hier Kriminelle am Werk sind.“

Der Dortmunder SPD-Vorsitzende Franz-Josef Drabig ergänzt: „Wir sind seit jeher der Meinung, dass es falsch ist, derartige Vorfälle auf eine Auseinandersetzung zwischen extremen Rechten und Linken zu reduzieren. Spätestens seit dem Überfall auf die DGB-Demo am 1.  Mai 2009 sollte allen Dortmundern klar sein, dass es jeden treffen kann, der anders denkt als die Faschisten. Die Aggression kommt in den allermeisten Fällen von Rechts.“

Es sei zudem höchst problematisch, wenn unschuldige Opfer sich von der Polizei in die linksextreme Ecke gestellt fühlen. Dies und die Angst vor weiteren Bedrohungen aus der rechten Szene halten wichtige Zeugen davon ab, sich bei der Polizei zu melden. Kai Neuschäfer: „Die Ereignisse unterstreichen nochmal die Wichtigkeit eines erhöhten Zeugenschutzes sowie einer unabhängigen Opferberatungsstelle. Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass dies auch im zur Zeit erarbeiteten Lokalen Aktionsplan verankert wird. Nichtsdestotrotz fordern wir alle Zeugen des Überfalls auf, sich zu melden, um eine strafrechtliche Verfolgung der Täter zu ermöglichen. Auch die Koordinierungsstelle der Stadt steht als Ansprechpartner zur Verfügung.“

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