Förderverein Steinwache und Internationales Rombergpark-Komitee vereint

„Über das Wesen und die Ursachen des Faschismus aufklären“

Das im Jahre 1960 von überlebenden Antifaschisten und den Angehörigen ermordeter Nazigegner gegründete Internationale Rombergpark-Komitee und der Förderverein Steinwache haben am Samstag, dem 19. Februar 2011, ihr Zusammengehen beschlossen. Der neue Verein „Förderverein Steinwache / Internationales Rombergpark-Komitee e.V.“ hat sich eine neue Satzung gegeben und einen gemeinsamen Vorstand gewählt.

Der zum Vorsitzenden gewählte Gewerkschaftssekretär i. R. Ernst Söder erklärte: „Auch künftig wollen wir die Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache unterstützen und die Ausstellung ‚Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945’ begleiten. Darüber hinaus werden wir die jährlich stattfindenden Gedenkveranstaltungen in der Bittermark mitgestalten und dazu auch wie bisher internationale Gäste zu einem gemeinsamen Programm nach Dortmund einladen. Nach wie vor erscheint es uns wichtig, die heutige und nachfolgende Generation über das Wesen und die Ursachen des Hitlerfaschismus und die begangenen Verbrechen sowie den antifaschistischen Widerstand aufzuklären. Dies umso mehr, wenn Neonazis immer wieder versuchen, die Verbrechen des Faschismus zu leugnen.“

Dem Vorstand gehören neben Aktivisten aus SPD, DKP und der Linken solche aus der VVN-BdA, den Jugendverbänden, der AWO, den Gewerkschaften, der Auslandsgesellschaft, Künstler und Publizisten sowie Zeitzeugen an, die als Kinder Krieg und Faschismus erlitten haben.

Die bisherigen ausländischen Mitglieder des IRPK-Vorstandes wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, unter ihnen Widerstandskämpfer/innen, KZ-Opfer und ehemalige Zwangsarbeiter/innen aus den Niederlanden, aus Frankreich, Polen, der Ukraine und Russland. Besonderer Dank wurde der Präsidentin des Internationalen Rombergparkkomitees Celine van der Hoek-de Vries und der Generalsekretärin Gisa Marschefski ausgesprochen; sie wurden zu Ehrenvorsitzenden der neuen Vereinigung gewählt.

Der Kontakt mit antifaschistischen Initiativen an Orten der Erinnerung an Kriegsendverbrechen soll erhalten und ausgebaut werden. Die neue Vereinigung führt die Mitgliedschaft des IRPK in der Föderation des internationalen Widerstandes (FIR) fort. Der Generalsekretär der FIR Dr. Ulrich Schneider wird auf der ersten öffentlichen Veranstaltung am 21. April 2011 in der Gedenkstätte Steinwache in Dortmund das Eröffnungsreferat zum Thema „Die Entwicklung nach rechts in Europa“ halten.

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