Mordaufruf gegen HSP-Betriebsratvorsitzenden

Pressemitteilung der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands MLPD, Kreisverband Dortmund-Schwerte-Unna

Dortmund, den 14. April 2011

In der Nacht vom 13. auf den 14. April 2011 wurde auf den Betriebsratsvorsitzenden von HSP, Gerd Pfisterer, und seine Frau ein faschistischer Anschlag in Form einer Morddrohung verübt. „Kommis töten“ und ein Hakenkreuz sind in großen Buchstaben an die Hauswand gesprüht worden. Außerdem ist das Klingelschild übersprüht worden. Wie ernst der Anschlag zu nehmen ist, zeigt die Tatsache, dass die Faschisten am hellen Nachmittag des 14. April zusätzlich noch ein großes Hakenkreuz auf die Haustüre gesprüht haben.

Diese Morddrohung ist eine ungeheure Provokation, gerade auch im Vorfeld des 1. Mai. Sie reiht sich ein in das aggressive Vorgehen faschistischer Organisationen und Banden, gerade gegen Linke, Revolutionäre und Aktivisten der Gewerkschaftsbewegung, das in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. In Erinnerung ist noch, wie am 1. Mai 2009 die Faschisten brutal die gewerkschaftliche 1.-Mai-Demonstration in Dortmund überfallen haben. Zu beobachten ist, dass die Faschisten in letzter Zeit zunehmend bei verschiedenen Anlässen wie z.B. der Demonstration zum Internationalen Frauentag am 12. März oder der Demonstration der Gewerkschaften am 24. Februar gegen Leiharbeit und Massenentlassungen bei Conti auftauchen und mit Flugblättern oder anderen Methoden (z.B. Filmen der Demonstration) provozieren.

Gerd Pfisterer ist in Dortmund als aktiver, kämpferischer Gewerkschafter, konsequenter Antifaschist, engagierter Friedenskämpfer und als Bundestagskandidat auf der Offenen Liste der MLPD NRW bekannt. Mit den Auszubildenden von HSP hat er sich bereits mehrmals am „antifaschistischen Frühjahrsputz“ zur Beseitigung von Nazi-Aufklebern in Dorstfeld beteiligt. Kein Fußbreit den Faschisten – darin ist er ein Vorbild, gerade für die Jugend. Aus all diesen Gründen ist er seit längerem schon im Visier der Dortmunder Faschisten.

Der Kreisverband der MLPD verurteilt diese faschistische Morddrohung und versichert Gerd Pfisterer ihre volle Solidarität. Wir fordern die demokratische Öffentlichkeit in Dortmund auf, den Anschlag bekannt zu machen, die Solidarität mit den Betroffenen zu organisieren, vor allem aber, sich nicht einschüchtern zu lassen und noch entschiedener Front gegen das Auftreten und die Aktivitäten der Faschisten in Dortmund zu machen.

Wir erwarten, dass die Dortmunder Polizei und Staatsanwaltschaft alles zur Aufklärung des Anschlags unternimmt und die Täter entsprechend verurteilt. Der Anschlag unterstreicht die Dringlichkeit des sofortigen Verbots aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda. Wir sind sicher, dass die faschistische Morddrohung gegen Gerd Pfisterer in den Ge- werkschaften und in der Dortmunder Bevölkerung nicht nur entschieden verurteilt wird, sondern zu einem Aufschwung der antifaschistischen Aktivitäten führen wird.

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