Karfreitag in der Bittermark

Die Stadt Dortmund veranstaltet am Karfreitag, dem 22. April 2011, um 15 Uhr am Mahnmal in der Dortmunder Bittermark die alljährliche Gedenkfeier für die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft.

Es sprechen Bürgermeisterin Birgit Jörder, Ernst Söder vom Förderverein Gedenkstätte Steinwache/Internationales Rombergpark-Komitee e.V. sowie die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Nathalie Beier, Luca Fröhlich, Janina Herwig, Alina Müller, Ebru Öztürk, Nicole Santehanser, Jana Seifert, Annika Wessing und Kimberly Zolper. Musikalische Darbietungen gibt es von den Posaunenchören aus Dortmund und dem „Teenclouds“-Jugendchor des MGV Brackel; die Moderation übernimmt Klaus Lenser.

Aufruf des DGB Dortmund-Hellweg
In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft kämpften Menschen vieler Nationen für die Zerschlagung des Faschismus, für eine Welt ohne Faschismus und Krieg, für Völkerverständigung und Demokratie. Zwischen dem 7. März und dem 12. April 1945 ermordeten Gestapo und SS im Rombergpark, in der Bittermark und in Hörde etwa 300 politische Gefangene und Widerstandskämpfer aus sieben Ländern – Deutsche, Polen, Sowjetbürger, Jugoslawen, Belgier, Holländer und Franzosen – auf heimtückische und bestialische Weise.

Heute, 66 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus, gedenken wir jener Männer und Frauen, die geschunden und ermordet wurden. Wir wollen und können nicht akzeptieren, dass Rassenhetze und Faschismus-Verherrlichung in unserem Land wieder um sich greifen. Neofaschistische Umtriebe und Überfälle können nicht verharmlost werden. Rechtsextremismus und Gewalt müssen bekämpft werden! Wer sie toleriert, akzeptiert Terror, Gewalt und Kriegshetze! Wir werden auch weiterhin aus unserer Geschichte lernen und entschlossen handeln. Weil wir wissen und andernorts erleben, dass Krieg den Menschen tiefes Unglück und Leid zufügt, treten wir für Abrüstung und Völkerverständigung ein.

Mit der Feierstunde in der Bittermark gedenken wir nicht nur der im Frühjahr 1945 ermordeten politischen Gefangenen, sondern wir bekunden damit auch unseren Widerstand gegen die in unserem Land immer offener und aggressiver auftretenden Neo-Nazis. Lasst uns mit unserer Teilnahme an der Gedenkfeier in der Bittermark den Neo-Nazis ein deutliches „Nie wieder!“entgegensetzen!

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