30. Landeskonferenz antifaschistischer Organisationen am 28. Januar 2012 in Dortmund

10 bis 18 Uhr Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Design, Max-Ophüls-Platz 2

Das Programm:

10.00 Uhr Eröffnung

– Grußwort der DGB-Vorsitzenden Jutta Reiter, des Sonderbeauftragten der Stadt Dortmund, Hartmut Anders-Hoepgen, und Anna Conrads, Mitglied im Innenausschuss des NRW-Landtages
– Referat des Generalsekretärs der FIR, Dr. Ulrich Schneider, zur Entwicklung des Neofaschismus in Europa und zu den demokratischen Gegenbewegungen
–  Musikbeitrag von Joscha Gingold, Enkel des Resistance-Kämpfers Peter Gingold

ab 11.15 Uhr Arbeitsgruppen

Dresden und anderswo
Antifaschistische Gruppen aus NRW
Über Aktivitäten des zivilen Ungehorsams in Dresden, Stolberg, Dortmund

Graue Wölfe und Co. – Antisemitismus und Rassismus in der Einwanderungsgesellschaft
Dr. Michael Kiefer und Sami Charchira
Der Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer und der Pädagoge Sami Charchira sprechen über Erscheinungsformen, Strategien und Ausmaß von Rassismus und Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft sowie über Möglichkeiten der Vorbeugung und Abwehr.

Kinder des Widerstandes
Traute Sander und Kollegen
Angehörige von NS-Verfolgten richten sich gegen das Vergessen und gegen die Umgestaltung von Gedenkstätten. Der organisierte Widerstand soll weiterhin dargestellt, die Steigbügelhalter und Profiteure der Faschisten nicht verschwiegen werden.

Bundeswehr in Schulen und Universitäten
Ulrich Sander (VVN-BdA) und Joachim Schramm (DFG-VK), Landesschülervertretung NRW
Militarismus und Faschismus hängen zusammen. Sie kennen Befehl und Gehorsam, geistigen Gleichschritt und Nationalismus, Gewalt als Konfliktlösungsstrategie. Bundeswehr-Offiziere bieten arbeitslosen Jugendlichen in Schulen, Universitäten und ARGEN Gewalt und Tod als Jobperspektive. Demokratische Kräfte arbeiten daran, das Militär aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen.

13.00 Uhr Mittagspause mit Verpflegung

14.00 Uhr Kulturprogramm mit dem Chortheater „Stimmt so“ aus Köln

ab 14.30 Uhr Arbeitsgruppen

Die Gewalt der Faschisten
Claudia Luzar von der Beratungsstelle „Backup“ und MdB Ulla Jelpke, Innenpolitische Sprecherin der PDL
Wie begegnen demokratische Kräfte der Gewalt von Neofaschisten, wie schützen sie sich vor Aggression und Terror?

Demokratische Alternativen im Stadtteil
Naturfreunde Kreuzviertel und Paul Erzkamp von den Falken
Erfahrungsaustausch über beteiligungsgestützte Stadtteilarbeit, die gesellschaftliche Herausforderungen eigenständig angeht und Neofaschisten keinen Raum für ihre Propaganda lässt.

Kriminelle oder Sündenböcke? Antiziganismus in der Gesellschaft
Iris Biesewinkel (ROM e.V., Köln)
Minderheiten wie die aus Osteuropa geflohenen Sinti und Roma werden als Sündenböcke missbraucht. Sie wehren sich kaum und erhalten wenig Solidarität. Sie leiden stärker als andere unter der wirtschaftlichen Krise und werden von Neofaschisten und Rassisten auch noch für gesellschaftliche Missstände verantwortlich gemacht. Schutz von Minderheiten aber sollte selbstverständlich für jede demokratische Gesellschaft sein. In Köln ist  man dabei schon ein paar Schritte weiter als in Dortmund. Was kann Dortmund von Köln lernen?

16.00 Uhr Präsentation und Auswertung der Arbeitsgruppen

17.00 Uhr Kulturprogramm mit dem Chortheater „Stimmt so“ aus Köln

17.45 Uhr Schlusswort

18.00 Uhr Ende der Konferenz

 

Die Konferenz wird gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung und unterstützt durch den DGB, die VVN-BdA, die Landesschülervertretung, die Fachgruppe Medien der Gewerkschaft Ver.Di Dortmund, die SJD Die Falken, die Naturfreunde, die DFG-VK, die SDAJ und den Förderverein Steinwache / Internationales Rombergpark-Komitee.

 

Hinweis
Für die Konferenz gilt: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, wird der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt oder sie werden von dieser ausgeschlossen.

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