BVB will gegen „Linksradikale“ vorgehen

Nach nicht endenden neofaschistischen Gewalt-, Beleidigungs-, und Volksverhetzungsdelikten im Signal-Iduna-Park und seinem Umfeld, nach dem Überfall von Neofaschisten auf einen Mitarbeiter des BVB-Fanprojekts kündigt der BVB jetzt an, auch „Linksradikalen“ Stadionverbot zu erteilen. Wenn Sie es nicht glauben, können Sie es hier nachlesen.

 

Presseerklärung des Bündnisses „Dortmund nazifrei!“

Den Angriff auf Thilo Danielsmeyer und Jens Volke und die damit entstandene Diskussion um die Stadionordnung nimmt „Dortmund Nazifrei – Bündnis demokratisches Dortmund“ als Anlass für einen Zwischenruf an die Verantwortlichen beim BVB.

Liebe Verantwortliche beim BVB, der feige Angriff auf Thilo Danielsmeyer vom FanProjekt und den Fanbeauftragten Jens Volke macht erneut deutlich, wie wichtig es ist, dass der BVB  auch mit seiner Stadionordnung  sich dem Rechtsextremismus entgegenstellt.

Die menschenverachtende Einstellung von Rechtsextremen ist kein Problem, das sich mit einer „Kleiderordnung“ im Stadion lösen lässt. Darum ist es richtig, das Stadion gegenüber menschenverachtender Ideologie zu schließen und bekannte Rechtsextreme sowie rassistische, nationalistische und antisemitische Ideologien aus dem Stadion zu verbannen.

Aber, liebe BVB-Verantwortliche, seid Ihr da nicht ein wenig über das Ziel hinausgeschossen?

„(…) (a) die links‐ und/oder rechtsradikalen Parteien, Vereinigungen oder Organisationen angehören und/oder (b) eindeutig der links‐ und/oder rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind und/oder (c) bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, diskriminierende, gewaltverherrlichende, diffamierende oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren, von dieser auszuschließen und/oder – auch im Vorfeld – ein örtliches Stadionverbot auszusprechen; § 8 Abs. 7 gilt entsprechend.“

Was, bitteschön, sind „linksextreme Tendenzen“, die gleich mit ausgeschlossen werden sollen? Gab es Übergriffe von „Linksextremen“, gibt es überhaupt Stadionverbote gegen „Linksextreme“? Ehrlich gesagt, liebe BVB-Verantwortliche, würden wir von Dortmund Nazifrei es sehr begrüßen, wenn Ihr das Problem mit Nazis in eurem Stadion tatsächlich mal in den Griff bekämt. Es wäre echt toll, wenn ihr euch diesem Problem umfassend widmen würdet, statt mit dieser Stadionordnung ein vermeintliches Problem zu benennen, das nicht existent ist.

Wir fragen uns übrigens, ob ein Heinrich Czerkus nach eurer Stadionordnung wohl als Kommunist auch mit einem Stadionverbot belegt würde. Das ist doch wohl nicht euer Ernst!

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