Dortmunder erinnern an „Schmuddel“

Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erinnerten am Abend des 28. März 2013, dem achten Jahrestag des Verbrechens, an Thomas „Schmuddel“ Schulz. Der Punk war am 28. März 2005 in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße in Dortmund von einem Neofaschisten erstochen worden.

Der Redner einer antifaschistischen Gruppe erinnerte daran, wie das Gericht, das den damals 17jährigen Täter zu verurteilen hatte, die Tat zu entpolitisieren gesucht hatte. Außerdem skandalisierte er den Umstand, dass am Tatort Kampstraße noch immer nicht die zugesagte Gedenktafel angebracht ist.

Das Bündnis Dortmund gegen Rechts erinnerte mit der Kundgebung auch an das andere Dortmunder Mordopfer, Mehmet Kubasik, und an mittlerweile 180 weitere Opfer neofaschistischer Mordtaten seit 1990. Mitglieder der Grünen Jugend übertrugen die Umrisse von Menschen auf das Straßenpflaster der Kampstraße, um die Morde und die Menschen, die ihnen zum Opfer gefallen sind, wieder öffentlich in Erinnerung zu rufen.

Die Teilnehmenden riefen zur Beteiligung an der Karfreitagskundgebung in der Bittermark und an der Demonstration gegen rechte Gewalt am 30. März 2013 auf.

Kreideumrisse

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