Erklärung zum Bericht des NRW-Innenministers zu den Vorkommnissen am 25. Mai 2014 am Dortmunder Rathaus

Pressemitteilung des Bündnisses Dortmund gegen Rechts

„Küsst die Faschisten wo ihr sie trefft! Streut ihnen Rosen auf den Weg!“ Der bitter ironische Satz von Kurt Tucholsky, der  in den späten zwanziger Jahren vor der Verharmlosung der Nazis warnte, kommt einem in den Sinn. Wir wissen, wie das damals endete.

Hätten der Innenminister und seine Kollegen ihre Arbeit gemacht, die Partei „Die Rechte“ entlarvt als Tarnorganisation der verbotenen Kameradschaften und ein Verbot auf den Weg gebracht, müssten Dortmunder Demokraten ihr Rathaus nicht gegen diese Bande verteidigen.

Nun werden wir von Herrn Jäger belehrt, dass das gar nicht nötig war und die Aggression vor dem Rathaus von angetrunkenen Politikern ausging. Die Nazis, die nach ihrer Art bei ihrer Wahlparty in Dorstfeld wahrscheinlich Milch getrunken hatten, wollten ja nur „mit einem Schlag“ ganz friedlich in die Bürgerhalle. Dass sie dabei „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ grölten und die erste Strophe des Deutschlandliedes anstimmten, haben nur die trunkenen Ohren der „Linksbürgerlichen bis Linksradikalen“ vernommen. Diese haben dann auch die Polizeiarbeit gestört, während die Nazis – lammfromm wie sie sind – dem Platzverweis der Polizei brav nachkamen.

So etwa liest sich der Bericht aus dem Innenministerium, der auf Grundlage der Aussagen eines Dortmunder Polizisten und des Staatsschutzes entstanden ist. Mit dieser Einschätzung des Geschehens wird das immer wieder bemühte Schema „rechts gleich links“ getoppt: „Links“ – und das sind hier alle, die sich den Nazis in den Weg stellen – ist schlimmer!

Wir fragen: Hat die Polizei ihre drei von dem Neonazi Berger ermordeten Kollegen vergessen? Welche Sprache sprechen die Morde an dem Punker Thomas Schulz und am vom NSU ermordeten Mehmet Kubasik?  Wie sind die Verbindungen der NSU-Terroristen zur Dortmunder Naziszene?

Wir erteilen der neuerlichen Verharmlosung der Dortmunder Neofaschisten eine entschiedene Absage und bleiben dabei: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“ Wir fordern das Verbot der Partei „Die Rechte“.

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