Projekt „Campus gegen Diskriminierung“ setzt Zeichen gegen Rassismus

Pressemitteilung des Arbeitskreises Campus an der TU Dortmund

Mit der AfD hat es in diesem Jahr eine rechtspopulistische Partei ins Europaparlament und in mehrere Kommunal- und Landesparlamente geschafft, deren Bundesvorstand sich überwiegend aus akademisch ausgebildeten Mitgliedern zusammensetzt. In Dortmund vertritt ein Informatikstudent die Partei „Die Rechte“ im Stadtrat, weitere Mitglieder des Landesvorstands arbeiten an NRW-Universitäten an ihrer Berufsausbildung.

Diese Beispiele zeigen: Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung sind keine Phänomene vermeintlich Ungebildeter, sondern treten auch – und besser getarnt – im akademischen Milieu auf. An der TU Dortmund haben Studierende den Arbeitskreis Campus gegründet, der sich mit dem Thema Diskriminierung an Hochschulen auseinandersetzt. Mit der Verteilung „alternativer Ersti-Beutel“ mit Antidiskriminierungsbotschaft am kommenden Dienstag (28. Oktober) starten wir die Kampagne „Campus gegen Diskriminierung“.

„Vorurteile gegenüber Menschen, die irgendwelchen gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen, verschwinden nicht plötzlich an der Uni. Das wissen wir aus Lehrveranstaltungen, in denen wir entweder selbst oder andere Diskriminierung erfahren haben“, sagt Kim Çoklu vom Arbeitskreis Campus. Mit dem Projekt wollen wir als Studierende andere Studierende, aber auch Lehrende und Beschäftigte in Wissenschaft und Verwaltung sensibilisieren, sich mit dem Thema Diskriminierung auseinanderzusetzen.

Menschen werden aus vielen Gründen diskriminiert: aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion, ihrer Herkunft und vielem mehr. Darum haben wir den Schwerpunkt in diesem Jahr auf das Thema Rassismus gelegt. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Forum gegen Rassismus und dem Nordpol-Verein durchgeführt, gefördert werden wir aus Mitteln des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Soziales.

Den Auftakt der Aktion bilden die alternativen „Erstitüten“, die am Dienstag (28. Oktober) zur Mittagszeit im Mensafoyer an der TU Dortmund verteilt werden. Darin: eine Broschüre mit Infos zum Projekt und anderen Gruppen am Campus und in der Stadt, außerdem allerlei Nützlichkeiten wie Sticker, Notizblöcke und ein paar Überraschungen. Eine Veranstaltungsreihe, die das Projekt im Wintersemester begleiten soll, ist in Planung. Wenn das Projekt gut ankommt, soll es im nächsten Jahr weitergehen.

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