Bilder vom Krieg. Zwischen Berichterstattung und Propaganda

Donnerstag, 5. November 2015, 19 Uhr Auslandsgesellschaft Dortmund (Nordausgang Hauptbahnhof)

Syrien, Sudan, Ukraine, Libyen, Irak, Zentralafrikanische Republik… Die Liste der Krisen- und Kriegsschauplätze der letzten Jahre ist leider viel zu lang. Doch Bilder vom Krieg schrecken immer nur für kurze Zeit auf, bis die nächste Krise die Medien vereinnahmt. Immer komplexer werden anscheinend kriegerische Auseinandersetzungen in ihren Ursachen, Auswirkungen und möglichen Befriedungsstrategien. Auffallend ist dabei, dass der Ruf nach militärischen Interventionen im bundesdeutschen Diskurs zunimmt und darin eine Lösung gesucht wird. Durch die Digitalisierung und die sozialen Medien hat sich dabei auch die Art der (Bild-) Kommunikation über Konflikte und Kriege rasant verändert.

Der Vortrag beleuchtet, wie Medienberichterstattung und Bilder die Wahrnehmung in Deutschland von militärischen Konflikten, politischen und wirtschaftlichen Krisen beeinflussen. Dabei geht es um die Wirkmächtigkeit von Bildern, also auch um Bildpropaganda und Bilderkrieg, in dem Bilder als Waffen eingesetzt werden. Welche Art von Berichterstattung und Bild wäre notwendig, um die zivile Konfliktbearbeitung und frühzeitiges bzw. nachhaltiges Engagement in den Fokus zu rücken? Welche Alternativen gibt es aus der Medien- und Friedenspädagogik, und wie funktioniert beispielsweise konfliktsensitive Berichterstattung? Die Thesen werden mit einigen ausgewählten Bildern veranschaulicht, um einen Diskurs über das Verhältnis von Fotografie und Krieg anzuregen.

Ein Vortrag von Felix Koltermann mit anschließender Diskussion

Felix Koltermann hat an der Uni Erfurt über fotojournalistische Krisen- und Kriegsberichterstattung promoviert. Er lebt in Berlin, arbeitet als freier Journalist, Lehrbeauftragter und Referent in der Erwachsenenbildung. Arbeitsschwerpunkte: u. a. Fotografie und Krieg, Nahostkonflikt, Menschenrechtsarbeit und Friedensarbeit mit Medien

 

Hinweis
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

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