Aktualisierung der Presseerklärung „Solidarität mit jungen Antifaschist/innen“

 

Jugendliche Nazi-Gegner leben gefährlich, nicht nur in Dortmund, gehört es doch zu den Lieblingsaktionen der braunen Schlägertrupps, sie zu verfolgen, anzupöbeln und anzugreifen. In letzter Zeit häufen sich solche Übergriffe auf junge Menschen, die die immer wieder von Politikern eingeforderte Zivilcourage gegen Rechts umsetzen.

 

Sie verdienen dafür nicht nur gesellschaftliche und politische Anerkennung, sondern auch den nötigen Schutz, wenn sie von Nazis bedroht werden. Hier scheint die Polizei aber nach dem Prinzip „Eile mit Weile“ vorzugehen. Jugendliche, die einen Notruf abgesetzt haben, bleiben in brenzligen Situationen erst einmal allein gelassen, nach Aufnahme des Sachverhalts und der Personalien werden sie wieder ungeschützt sich selbst überlassen. So vor kurzem in Köln und in Dortmund geschehen.

 

Offenbar sind die Angreifer durch solches polizeiliche Verhalten ermutigt, ihre Attacken weiterzuführen. Einer der in Dorstfeld angegriffenen jungen Antifaschisten wurde vor seiner Haustür erneut überfallen, zusammengeschlagen und mit einem Messer verletzt. Hätte die Polizei die Angriffe in Dorstfeld ernst genommen und entsprechend ermittelt, wäre dem jungen Mann der zweite Anschlag wohl erspart worden. Das Verharmlosen der äußerst gefährlichen Nazitäter ist einer der Hauptgründe für ihr dreistes und menschenverachtendes Tun. Inzwischen ermittelt die „Soko Rechts“.

 

Wer sich in Erinnerung ruft, wie die Einsatzkräfte am 4. 6. 2016, dem von Nazis so genannten „Tag der deutschen Zukunft“, junge Antifaschist/innen eingekesselt und mit Schlagstock und Pfefferspray behandelt haben, wundert sich nicht. Soll den Jugendlichen der Wille zur Widerständigkeit ausgetrieben und Duckmäusertum honoriert werden?

 

Wir erklären uns solidarisch mit den jungen Nazi-Gegner/innen und werden ihr Engagement unterstützen, wo wir können. Gemeinsam werden wir uns gegen die angekündigten rassistischen Nazi-Provokationen am 12.8. in Eving und am 23.8. an der Katharinentreppe wehren.

 

Ula Richter

für das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“

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