Friedensfestival: Rede von Ula Richter

 

Faschismus – Krieg – Flucht

 

Drei Themen, die eng miteinander verknüpft sind und die wir in unserem Programm behandeln wollen.

Aber keine Angst, es gibt jetzt kein langes Referat, sondern wir gehen die Themen auf ganz unterschiedliche Weise an.

Da ist „Microphone Mafia“, die gegen Rassismus, Nazis und Krieg rappt, Helmut Manz nimmt die Bundeswehr kabarettistisch aufs Korn. Junge Afghanen kommen zu Wort, die über ihre zerstörte Heimat und ihre Angst vor Abschiebung sprechen und Kultur aus ihrer Heimat mitbringen. Nebenher wird ein Transparent gegen Krieg und Abschiebung gemalt. Den Abschluss machen Musiker von DIDF, die mit ihrer mitreißenden Musik Lebensfreude mitbringen und Mut machen.

 

Kein Referat aber ein paar einleitende Gedanken werdet ihr mir zugestehen:

„Wer Hitler wählt, wählt Krieg!“ Das war die Warnung von Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und Künstlern, die lange vor 1939 von den Nazis als „Volksverhetzer, Nestbeschmutzer und Bolschewiken“ blutig verfolgt und in die Gefängnisse und KZs geworfen wurden.

Sie hatten erkannt, dass Faschismus an der Macht unweigerlich zum Krieg führen musste, dass er das Ventil seiner Welteroberungsgier, gepaart mit Rassismus und Menschenverachtung, vor keinem Verbrechen zurückschrecken würde.

Nach 1945 hatte man vom Krieg gründlich die Nase voll, vom Faschismus aber wurde wenig geredet, hatten doch zu Viele Dreck am Stecken.

Bis 1999 hielt die militärische Abstinenz und es war der frühere Bundeskanzler, der sich freute, dass „das Tabu des Militärischen endlich gebrochen sei.“

Nach und nach wurde die Bundeswehr zu einer weltweit agierenden Truppe umgebaut, die sich an Militäreinsätzen und Kriegen der „westlichen Wertegemeinschaft“ für Macht und Märkte und freien Zugangswegen, für Öl und Gas und wertvolle Rohstoffe weltweit beteiligt.

Was diese Kriege anrichten, an Zerstörung, Armut und massenhafter Flucht, interessiert die Profiteure nicht. Sie riskieren im Kampf um die Vormachtstellung auf der Welt, mit ihrem Hochrüsten insbesondere gegen Russland, mit der „Modernisierung“ von Atomwaffen und der Drohung ihres Einsatzes, einen großen Krieg.

Mit der Militarisierung der Politik geht ein Rechtsruck der europäischen Länder und der USA einher. Chauvinismus, Rassismus bis hin zu neofaschistischen Mordbanden kennzeichnen diese Entwicklung.

Nein, der Faschismus ist nicht an der Macht und Geschichte wiederholt sich nicht in den gleichen Bahnen, dennoch sollte uns diese Entwicklung alarmieren.

Und dass Neonazis nicht nur in der sog . Zivilgesellschaft sondern auch in der Bundeswehr ihr Unwesen treiben, verwundert nicht. Schließlich waren Nazi-Generäle bei ihrem Aufbau maßgeblich beteiligt. Ihr Job wird zunehmend mörderischer. Da werden ganze Kerle, da werden wieder Helden gebraucht. Wer da nicht verroht, kehrt traumatisiert nach Hause zurück.

 

Deshalb Schluss mit diesen Kriegen!

Schluss mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr!

Schluss mit weiterer Aufrüstung!

Verhandeln statt schießen!

Nazis bekämpfen!

Flüchtlinge willkommen heißen!

 

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