13.11.18: Aktionstag „8 gegen 88“

 

Das BDgR unterstützt folgende Veranstaltung:

 

 

 

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Aktionstag 8 gegen 88:

 
Soziale Ungleichheit und Rechtspopulismus

Warum soziale Gerechtigkeit für den Kampf gegen den Rechtsruck entscheidend ist

 

 

Termin: Dienstag, 13. November 2018

Zeit: 10.30-15.20 Uhr

Ort: Fachhochschule Dortmund (University of Applied Sciences and Arts), Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften (FB 8), Emil-Figge-Str. 44, Hörsaal U33 (nahe S-Bahn-Station Dortmund Universität)

 

 

In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat sich mit dem globalen Kapitalismus die deutsche Gesellschaft zunehmend gespalten. Selten waren sich unterschiedlichste Experten so einig wie in der gegenwärtigen Diagnose, dass es eine zunehmende Polarisierung zwischen Gewinnern und Verlierern gibt. So konzentriert sich das Vermögen in Deutschland und auch in globaler Perspektive zunehmend bei einigen Wenigen der oberen Gesellschaft. Währenddessen befinden sich immer mehr Menschen in prekären Lebenslagen und fühlen sich von etablierten Parteien nicht repräsentiert, sodass am unteren Rand der Gesellschaft die Wahlbeteiligung sinkt. Und auch in der Mitte der Gesellschaft machen sich Verunsicherung und Abstiegsangst breit.

Dieses zugespitzte soziale Spannungsfeld bietet – gepaart mit weiteren Bedrohungsszenarien und ein zumindest gefühlter Kontrollverlust nationalstaatlicher Politik – einen Nährboden für rechtspopulistische Bewegungen und für die Etablierung der AFD, die einen „autoritären Nationalradikalismus“ vertritt, mit der eine „autoritäre Wiederherstellung von Kontrolle“ (Wilhelm Heitmeyer) geschaffen werden soll.

Die zunehmend von der „Normalgesellschaft“ entkoppelte politische Elite lässt hingegen maßgebliche Schritte hin zu einer Reduzierung der sozialen Ungleichheit vermissen. Soziale Gerechtigkeit aber, so Michael Hartmann, „ist für den Kampf gegen den Rechtspopulismus entscheidend“.

 

 

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Aktionstages „8 gegen 88“ (Fachbereich 8 gegen Rechtsextremismus) an der Fachhochschule Dortmund greifen wir dieses hochaktuelle Thema auf und haben hierfür zwei namhafte Referenten eingeladen:

 

Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer: „Autoritäre Versuchungen“ (Vortrag & Diskussion)

Wilhelm Heitmeyer (Universität Bielefeld) warnte bereits 2001 davor, die Globalisierung gehe mit politischen und sozialen Kontrollverlusten einher, die zum Aufstieg des autoritären Kapitalismus, zu Demokratieentleerung und einem Erstarken des Rechtspopulismus führen könnten. Das wollte damals niemand hören, heute hat sich die Analyse bestätigt. Der Vortrag analysiert mit einer internationalen Perspektive die tieferen Ursachen des modernen Rechtspopulismus und dessen Auswirkungen auf die Idee der liberalen Demokratie.

Aktuelles Buch: „Autoritäre Versuchungen.“ Edition Suhrkamp [erschienen am 17.10.18]

 

Prof. Dr. Michael Hartmann: „Wie die Eliten die Demokratie gefährden“ (Vortrag & Diskussion)

Michael Hartmann (TU Darmstadt) ist in Deutschland insbesondere als Elitenforscher bekannt. Er wirft einen kritischen Blick auf die Rolle der Eliten in Deutschland und fragt, inwieweit die zunehmende Ferne der Eliten zu den Lebensrealitäten breiter Bevölkerungsschichten und einer Politik des „weiter so“ zu einer Gefahr für die Demokratie wird und den Rechtspopulismus beflügelt.

Aktuelles Buch: „Die Abgehobenen. Wie die Eliten die Demokratie gefährden.“ Campus-Verlag [erschienen am 16.08.18].

 

 

Alle Interessierten (Studierende, Hochschulangehörige und auch die breite Öffentlichkeit) möchten wir hierzu herzlich einladen. Die Vorträge und anschließenden Diskussionen sind für alle offen. Die Teilnahme ist kostenfrei!

 

 

Programm:

 
10.30-10.40:
Begrüßung durch den Dekan des Fachbereichs „Angewandte Sozialwissenschaften“
Prof. Dr. Ahmet Toprak

10.40-12.30:
Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer: „Autoritäre Versuchungen“
Vortrag und Diskussion

12.30-13.30:
Mittagspause und Austausch

13.30-15.20:
Prof. Dr. Michael Hartmann: „Wie die Eliten die Demokratie gefährden“
Vortrag und Diskussion

 

Quelle:
https://www.fh-dortmund.de/de/fb/8/news/2018/10/aktionstag-8-gegen-88.php

 

 

Was bedeutet „8 gegen 88“?

88 ist ein typischer Code der rechtsextremen Szene, der für den achten Buchstaben steht. HH ist die Abkürzung für „Heil Hitler“ und findet sich oft auf rechtsextremen T-Shirts oder Tätowierungen. „8 gegen 88“ bringt zum Ausdruck, dass der Fachbereich 8 (Angewandte Sozialwissenschaften) sich gegen Rechtsextremismus positioniert. Der jährlich stattfindende Aktionstag im November spiegelt die Bedeutung des Themas und die eindeutige Haltung des Fachbereichs dazu wider. Studierende, Hochschulangehörige und die breite Öffentlichkeit haben hier Gelegenheit, sich mit externen Fachkräften und der nötigen Zeit dem Thema zu widmen.

 
Quelle:
https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/stadtbezirke/innenstadtwest/freizeit_kultur_iw/veranstaltungen_iw/vk_detail_iw.jsp?eid=556400&tid=556401

 

 

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