25.05.19: Naziaufmarsch verhindern!

 

Samstag, den 25.05., um 12:00 Uhr, Dortmund-Hörde, an „Schlanke Mathilde“:
kurze Kundgebung des BDgR

Samstag, den 25.05., ab 12:30 Uhr:
nach der BDgR-Kundgebung an der „Schlanken Mathilde“: Gang zur Kundgebung von BlockaDO und AK gegen Rechtextremismus in Sichtweite der Nazi-Route

 

 

2019.05.25_bdgr_aufruf_nazi_aufmarsch

 

 

Kurzbericht zu Kundgebung bzw. Demonstration:

 
Unter dem Motto „Unsere Stadt hat Nazis satt!“ versammelten sich ca 200 Antifaschist*innen vor dem Stolperstein für Moritz Schild am Platz der Schlanken Mathilde in Hörde. Die kurze Kundgebung des BDgR wurde musikalisch umrahmt von Peter Sturm, der von Jazz über Klezmer bis hin zu Liedern des Widerstands aufspielte. Für das BDgR sprach Ula Richter, Dagmar Stüber las aus der Lebens- und Leidensgeschichte von Moritz Schild und Helmut Manz zitierte Kurt Tucholskis „Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft“.

Schon während unserer Kundgebung fuhren weder Busse noch U- Bahnen die Haltestelle Schlanke Mathilde/Hörder Bahnhof an, so dass wir davon ausgehen, dass unser Treffpunkt nicht von Allen erreicht wurde.

Unsere Demo-Strecke ging in Richtung des Treffpunkts von BlockaDo, deren Kundgebung zu dem Zeitpunkt aber schon von der Polizei aufgelöst sei, so unser Einsatzleiter. Das war offensichtlich eine Falschinformation, denn es sollen sich rund 650 Personen beim Protest von BlockaDo getrofffen haben.

So endete unser Aufzug bei der Kundgebung und dem Europa-Fest des Arbeitskreises gegen Rechtextremismus. Dort sollte es die Möglichkeit geben, auf Sicht und Hörweite an den Nazi-Aufmarsch heranzukommen.

Ausgedehnte Wahlwerbung für SPD und Grüne bei dieser Kundgebung und ein weitgehend verstellter Blick auf einen kleinen Ausschnitt des Nazi-Aufmarsches frustierte.

Die zahlreichen Straßensperren und das übermäßige Polizeiaufgebot machten wirksamen Protest kaum möglich.

 

 

Rede von Ula Richter
zur Auftaktkundgebung des Bündnis Dortmund gegen Rechts mit VVN-BdA und DKP Dortmund am 25. Mai an der Schlanken Mathilde in Hörde

 
Viele Stolpersteine in Hörde weisen auf vielfältiges jüdisches Leben in diesem Stadtteil hin, das es vor der Nazizeit hier gegeben hat, und sie weisen hin auf die vielen Opfer des Naziterrors. Auch die Hörder Synagoge ging in Flammen auf. Wir stehen hier am Stolperstein für Moritz Schild, der 1869 geboren und 1942 nach Theresienstadt deportiert und im gleichen Jahr in Treblinka ermordet worden ist.

„Israel ist unser Unglück“ steht auf Wahlplakaten der Partei Die Rechte. Sie knüpft da an, wo geschürter Judenhass 6 Millionen Männer, Frauen und Kinder in die Vernichtungslager und in den Tod getrieben hat. Ein Skandal, dass die Plakate nicht sofort von der Politik verurteilt und von Justiz und Polizei beschlagnahmt wurden. Erst auf den Druck von Bürger*innen und jüdischen Gemeinden wurden sie verboten. Die Rassisten und Antisemiten mussten sie selbst an der Strecke ihres Marsches wieder abhängen, sonst hätten sie ihn knicken müssen.

In diesen Tagen wird viel vom Grundgesetz geredet und wie wichtig es doch sei. Dabei wird es Artikel für Artikel ausgehöhlt bzw. missachtet. Max Reimann hatte als kommunistisches Mitglied des Parlamentarischen Rates 1949 gesagt: „Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben!“ Wie weitsichtig.

Würden Politik und Justiz dieses Grundgesetz ernstnehmen und es anwenden, gäbe es weder die antisemitischen Hetzplakate, noch den heutigen Nazimarsch durch Hörde und keine Partei Die Rechte. Es gäbe überhaupt keine Nachfolgeparteien oder –organisationen der NSDAP. Sie sind nach Artikel 139 GG verboten und unter Strafe zu stellen.

Es gäbe auch keine Vorbereitung und Beteiligung von Angriffskriegen, würde das Grundgesetz angewendet, und es gäbe das Recht auf Asyl für alle Verfolgten!

Nehmen wir das Grundgesetz beim Wort:
Nie wieder Faschismus!
Nein zum Krieg!
Internationale Solidarität!

 

 

 

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