07.11.20: „Scherbenspur“

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Einladung

Das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ erinnert

am 7. November 2020 um 16.30 Uhr

mit einer „Scherbenspur“ an die Pogromnacht vom 9. November 1938.

Ort der Aktion ist der Reinoldi-Vorplatz.

Wir laden alle herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen und unsere Einladung weiterzuleiten.

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09.11.20: Scherben vor der Reinoldikirche erinnerten an grausame Verbrechen

Eine Versammlung an der Reinoldikirche hat am Samstag für Aufsehen in der Dortmunder City gesorgt. Hier wurde in besonderer Weise an die Schrecken der Pogromnacht erinnert.

In der beginnenden Dämmerung sind sie in der Dortmunder City zu hören: Marschierende Schritte und antisemitische Hassparolen. Viele Passanten kommen an diesem Nachmittag des ersten November-Samstags 2020 an der Quelle dieser Geräusche vorbei. Viele wenden die die Köpfe, manche bleiben stehen. Rund 50 Menschen sind hier – mit Corona-Abständen und Masken – im Schatten der Reinoldikirche versammelt.

Die Quelle der Geräusche sind aufgestellte Lautsprecher, über die Originalaufnahmen aus dem Dritten Reich gespielt werden. Doch nur kurz. Viel deutlicher und länger sind die Stimmen zu vernehmen, die am Mikrofon mit Redebeiträgen an die schrecklichen Verbrechen von 82 Jahren erinnern. Und die klaren Botschaften gegen Antisemitismus und Faschismus verlauten lassen.

„Niemals vergessen!“ steht in weißer Schrift auf einem schwarzen Schild. Nie vergessen werden soll die Reichspogromnacht 1938. In der Nacht vom 9. Auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen, wurden Juden ermordet, gejagt und geschlagen, verhaftet und in die Polizeistationen und Konzentrationslager verschleppt. In Dortmund wurden 75 Prozent der erwachsenen Juden von der Gestapo in die Steinwache verschleppt. Die Synagoge in Hörde ging in Flammen auf, die in der Innenstadt war bereits zerstört. Jüdische Bürger wurden gezwungen, barfuß über Scherben zu laufen. An letztere Gräueltat erinnert an diesem 7. November 2020 eine symbolische Spur aus Scherben vor der Reinoldikirche.

Das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ und die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ hatten am Nachmittag zum multimedialen Gedenken eingeladen. Mit Musik, Redebeiträgen, der Scherbenspur und den Tonaufnahmen.

Damit war die Versammlung an der Reinoldikirche eine der Gedenkveranstaltungen zu den November-Pogromen, die sich trotz Corona-Pandemie öffentlich Gehör verschaffen konnte.

Beispielsweise die Gedenkveranstaltung am jüdischen Mahnmal in Dorstfeld wird am Montag anders stattfinden als geplant.

Quelle: Ruhr Nachrichten, Lokalseite, 9. November 2020, von Wilco Ruhland

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Bildquelle: BDgR

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