11. September 1973: Putsch in Chile – wir vergessen nicht!

 

„Chile 1973, el otro 9.11“ = „Chile 1973, das andere 9.11“

 

Am 11. September 1973 putschte sich das Militär in Chile mithilfe politischer und finanzieller Unterstützung aus den USA an die Macht und unterwarf das Land 17 Jahre lang einer blutigen Diktatur.

Nach nur 1000 Tagen wurde so dem Versuch des ersten demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Salvador Allende und seinem Regierungsbündnis Unidad Popular, einen dritten Weg zwischen sowjetischem Autoritarismus und westlichem Kapitalismus in dem kleinen Andenstaat zu etablieren, ein jähes Ende bereitet.

Während der Pinochet-Diktatur wurden Regimegegner*innen systematisch unterdrückt – laut offiziellen Zahlen wurden über 2.000 Menschen hingerichtet, über 1.000 ließ das Regime «verschwinden», fast eine Viertelmillion floh ins Exil. Gleichzeitig gilt Chile unter Pinochet als neoliberales Laboratorium: Unter dem Einfluss der «Chicago Boys», einer Gruppe von neoliberalen Wirtschaftswissenschaftlern, erfuhr das Land umfassende Privatisierungsmaßnahmen und eine radikale Deregulierung der Wirtschaft.

Gegen den Militärputsch und die mit ihm einhergegangenen Menschenrechtsverletzungen entstand eine globale Solidaritätsbewegung mit der chilenischen Linken. 1988 ebnete ein Plebiszit, in dem eine Mehrheit gegen eine Verlängerung Pinochets Amtszeit stimmte, den Weg zur Demokratisierung des Landes. Seit 1990 ist Chile wieder eine Demokratie, allerdings wurde bis heute ein Großteil der Diktaturverbrechen nicht aufgeklärt, die unter Pinochet eingeführte Verfassung wurde nicht abgeschafft und die neoliberale Hegemonie ist weiterhin unangefochten.

Quelle: https://www.facebook.com/rosaluxstiftung/photos/a.10150132574519120/10157551565824120/?type=3&theater

 

 

Grafiken des deutschen Grafikdesigners, Karikaturisten und Juristen Klaus Staeck (* 28.02.1938):

 

1973_staeck_demokratie_blut

Bildquelle: http://salvador-allende-platz.de/putsch.htm

 

1973_staeck_chile_demokratie_blut

Bildquelle: https://www.ansichtskarten-center.de/politik-serie-a-nr-25a-klaus-staeck-seit-chile-wissen-wir-genauer-was-die-sdu-von

 

1973_chile_menschenrechte_folterhaende

Bildquelle: https://collections.vam.ac.uk/item/O116748/in-chile-poster-staeck-klaus/

 

1973_staeck_chile_freiheit

Bildquelle: https://artsearch.nga.gov.au/detail.cfm?irn=145722

 

 

 

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Ula ist 80!

 

Ula Richter, Mitgründerin des BDgR und langjährige engagierte Antifaschistin, hat das Bündnis seit seinem Bestehen in Zusammenarbeit mit vielen, weiteren Aktivist*innen des BDgR maßgeblich mitgeprägt.

Wir danken ihr für ihr jahrelanges Engagement und gratulieren herzlich nachträglich zum Geburtstag.

Auf viele weitere Jahre des kreativen, engagierten und antifaschistischen Engagements!

 

 

2019.09.02_ula_richterWohl kaum jemand hat sich so lange gegen Rechtsextremismus in Dortmund positioniert wie Ula Richter. © (Archiv) Menne

 

 

2. September 2019:
Kampf gegen Neonazis: Ula Richter ist das Dortmunder Gesicht gegen Rechts

https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/kampf-gegen-neonazis-ula-richter-ist-das-dortmunder-gesicht-gegen-rechts–plus-1444305.html

 

 

 

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03.08.19: neuer Flyer & neue Fahne für das BDgR

 

Das BDgR hat seinen Flyer aktualisiert und einen Fahnen-Entwurf drucken lassen.

 

 

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bdgr_vorstellungs_flyer_rueckseite

 

 

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11.07.19: Erklärung des BDgR zum Mordfall Lübcke

 

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Bildquelle: http://fgr.blogsport.de/2019/07/06/kein-schlussstrich-unter-den-nsu-kundgebung-zum-jahrestag-im-nsu-prozess/

 

 

Der lange Schatten des NSU

 

 

Man habe die rechte Szene seit 20 Jahren im Blick, so der Leiter des Verfassungsschutzes NRW Kleiner gegenüber dem WDR. Es ging um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten und die Verbindung der rechten Szene NRW (Dortmund) und Hessen (Kassel).

 

Da fragen wir: ja und? Was folgte daraus?

 

In diesen 20 Jahren wurden in Dortmund 5 Menschen von Nazis ermordet.

  •  Im Jahr 2000 erschoss der Nazi Michael Berger drei Polizist*innen und richtete sich dann selbst. Die braune Szene bekundete Beifall und ließ auf Aufklebern wissen „drei zu eins für Dortmund. Berger ist unser Freund!“
  • 2005 erstach der Nazi Swen Kalin den Punker Thomas Schulz. Nach einer verkürzten Jugendstrafe wegen „guter Führung“ frühzeitig aus der Haft entlassen, schlug er einen türkisch stämmigen Jugendlichen krankenhausreif.
  • 2006 wurde Mehmet Kubaşık vom NSU erschossen. Schoss er allein? Wie kam eine Terrorgruppe aus Thüringen auf einen Kioskbesitzer im Dortmunder Norden?

 

Der Verfassungsschutz „beobachtet“ und schweigt – bis heute.

 

In den 20 Jahren unter „Beobachtung“ entwickelte sich die braune Szene prächtig: neben den 5 Morden, Drohungen, Überfälle, Gewalttaten gegen alle, die nicht in ihr nationalistisches Weltbild passen. Auch der Ausbau der Beziehungen zur Nazi-Szene national und international und zum verbotenen „Blood and Honour“ und „Combat 18“ wird von antifaschistischen Bündnissen registriert. Gegen die Nazi-Band „Oydoxie“, die mit „blood and honour“ verbandelt ist, wurde bereits 2005 von der VVN-BdA wegen ihrer volksverhetzenden und menschenverachtenden Texte Strafanzeige erstattet. Zum Prozess kam es nicht.

Die Morde an Mehmet Kubaşık und dem Kasseler Internetcafe-Besitzer Halit Yozgat fallen durch zeitliche Nähe und viele unbeantwortete Fragen auf und lassen Zusammenhänge vermuten.

2012 wurde die kriminelle Kameradschaft „Nationaler Widerstand Dortmund“ verboten und tauchte kurz danach in der von Nazi-Kumpan Christian Worch neu gegründeten Partei „Die Rechte“ wieder auf. So konnten die rassistischen Gewalttäter unter Parteienschutz ihr menschenverachtendes Treiben fortsetzen.

Die Verbotsforderung dieser „Partei“ wurde vom Bündnis Dortmund gegen Rechts mit tausenden von Unterschriften dem damaligen Innenminister Jäger übergeben. Der bedankte sich für das zivile Engagement – aber leider könne „Die Rechte“ nicht verboten werden.

 

„Küsst die Faschisten wo ihr sie trefft!“ Der bitter-ironische Text von Kurt Tucholsky aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts drängt sich auf und wir wissen, wie die Verharmlosung und Unterschätzung der Faschisten geendet hat.

 

Im Mordfall Walter Lübcke gingen die „Aufklärer“ ähnlich vor wie bei der Familie Kubaşık. Erst wird das Umfeld in den Blick genommen. Dann führt die gefundene DNA zu einem Nazi, der sich aber schon lange aus der rechten Szene verabschiedet habe, also ein „Einzeltäter“ ist. Auch der NSU soll ja laut Justiz und Verfassungsschutz kein Netzwerk von Unterstützern gehabt haben. Die Wahrheit ist eine andere: Der Nazi Stefan Ernst war bestens in der Naziszene in Kassel und Dortmund und auch mit Combat 18 vernetzt und taucht bereits in den NSU-Akten des hessischen Untersuchungsausschusses auf. Ein Dank an die Journalist*innen, deren Recherche und Bildmaterial zur Wahrheitsfindung beitragen.

Der Ruf nach dem „Starken Staat“ und dem Ausbau eines Verfassungsschutzes, der bei der Aufklärung der NSU-Morde eine höchst zweifelhafte Rolle gespielt hat, ist mehr als fragwürdig.

 

Ein Offenlegen der NSU-Akten, ein Ende des Verharmlosens und das Verbot aller Nazi-Organisationen ist angesagt.

 

 

Aktion am Donnerstag, 11. Juli 2019

Beginn unten an der Katharinentreppe/Nahe Hauptbahnhof Dortmund um 16 Uhr. Veranschlagt sind vier Stunden. Aufgebaut wird ab 15:30 h. Es wird einen Stand des Aktionsbündnisses „Kein Schlussstrich“ geben und die Ausstellung zur Keupstr.

 

 

V.i.S.d.P.:

Ula Richter
BDgR
Postfach 10 06 16
44006 Dortmund

 

 

 

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14. Juni 2000: Mord an Alberto Adriano

 

 

Das BDgR gedenkt Alberto Adriano sowie allen anderen Opfern, Hinterbliebenen und Gejagten rechtsextremer Gewalt.

 

 

alberto_adriano

Alberto Adriano (* um 1960; † 14. Juni 2000 in Dessau)

 

 

Heute vor 19 Jahren, am 14. Juni 2000, starb der Mosambikaner Alberto Adriano (* um 1960; † 14. Juni 2000 in Dessau) an den Folgen der „Kopfverletzungen“ (Quelle: https://www.rechte-gewalt-sachsen-anhalt.de/todesopfer/alberto-adriano/), die ihm „drei alkoholisierte […] Neonazis im Dessauer Stadtpark“ angetan haben (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Adriano). „Mit unsagbarer Brutalität wird Alberto Adriano zu Tode gequält. Als er nach zahllosen Schlägen und Tritten ohnmächtig am Boden liegt, zertreten ihm die Angreifer mit ihren schweren Springerstiefeln den Schädel. […] Insbesondere migrantische Initiativen und Organisationen kritisierten, dass es in vielen Fällen rassistischer Gewalt an einer adäquaten Strafverfolgung und solidarischer Unterstützung für die Betroffenen mangelte“ (Quelle: https://www.rechte-gewalt-sachsen-anhalt.de/todesopfer/alberto-adriano/). „Als Grund für die Tat gaben […] [die Neonazis] an, dass jene die ‚anders‘ sind, wie etwa Dunkelhäutige, Juden und Behinderte, kein Lebensrecht hätten“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Adriano, eigene Anmerkung).

 

 

„Der Mord an Alberto Adriano, aber auch der Tod von Oury Jalloh
bleiben offene Wunden.“
Interview mit Razak Minhel, Geschäftsführer des Multikulturellen Zentrums Dessau, zum 14. Todestag von Alberto Adriano

„Der Mord an Alberto Adriano, aber auch der Tod von Oury Jalloh bleiben offene Wunden.“

 

 

„Das hauptsächlich aus afrodeutschen Künstlern bestehende Musikerkollektiv Brothers Keepers nahm den Song Adriano (Letzte Warnung) auf, der sich inhaltlich unter anderem mit dem Mord an Alberto Adriano befasste. Das Lied wurde am 2. Juli 2001 als Single veröffentlicht“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Adriano, Hervorhebung im Original).

 

 
„Auf der Rückseite des Covers ist folgendes zu lesen:

‚Dieser Tonträger ist Alberto Adriano sowie allen anderen Opfern,
Hinterbliebenen und Gejagten des täglichen rechten Alltagsterrors in Deutschland gewidmet!‘

– Zitat auf der Coverrückseite von Adriano (Letzte Warnung)

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Adriano_(Letzte_Warnung), Hervorhebung im Original)

 

 

Im Song heißt es u.a. in der ersten Strophe:

„Denk’ ich an Deutschland in der Nacht
Bin ich um meinen Schlaf gebracht
Mein Bruder Adriano wurde umgebracht
Hautfarbe – schwarz; Blut – rot; Schweigen ist Gold
Gedanken sind tiefblau. Ein Bürger hat Angst vor seinem Volk
Ein Wintermärchen aus Deutschland. Blauer Samt
Als Kind schon erkannt – ich bin hier fremd im eigenen Land
Operation Artikel 3 – da habt ihr gelacht
Jungs, das ist mein Leben, das ha’m wir uns nicht ausgedacht“

– Rapper Torch (bürgerlich Frederik Hahn) (* 29. September 1971)

(Quelle: https://genius.com/Brothers-keepers-adriano-letzte-warnung-lyrics)

 

 

Musik-Video „Adriano (Letzte Warnung)“ des Rap-Musikprojektes „Brothers Keepers“:

 

 

 

 

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25.05.19: Naziaufmarsch verhindern!

 

Samstag, den 25.05., um 12:00 Uhr, Dortmund-Hörde, an „Schlanke Mathilde“:
kurze Kundgebung des BDgR

Samstag, den 25.05., ab 12:30 Uhr:
nach der BDgR-Kundgebung an der „Schlanken Mathilde“: Gang zur Kundgebung von BlockaDO und AK gegen Rechtextremismus in Sichtweite der Nazi-Route

 

 

2019.05.25_bdgr_aufruf_nazi_aufmarsch

 

 

Kurzbericht zu Kundgebung bzw. Demonstration:

 
Unter dem Motto „Unsere Stadt hat Nazis satt!“ versammelten sich ca 200 Antifaschist*innen vor dem Stolperstein für Moritz Schild am Platz der Schlanken Mathilde in Hörde. Die kurze Kundgebung des BDgR wurde musikalisch umrahmt von Peter Sturm, der von Jazz über Klezmer bis hin zu Liedern des Widerstands aufspielte. Für das BDgR sprach Ula Richter, Dagmar Stüber las aus der Lebens- und Leidensgeschichte von Moritz Schild und Helmut Manz zitierte Kurt Tucholskis „Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft“.

Schon während unserer Kundgebung fuhren weder Busse noch U- Bahnen die Haltestelle Schlanke Mathilde/Hörder Bahnhof an, so dass wir davon ausgehen, dass unser Treffpunkt nicht von Allen erreicht wurde.

Unsere Demo-Strecke ging in Richtung des Treffpunkts von BlockaDo, deren Kundgebung zu dem Zeitpunkt aber schon von der Polizei aufgelöst sei, so unser Einsatzleiter. Das war offensichtlich eine Falschinformation, denn es sollen sich rund 650 Personen beim Protest von BlockaDo getrofffen haben.

So endete unser Aufzug bei der Kundgebung und dem Europa-Fest des Arbeitskreises gegen Rechtextremismus. Dort sollte es die Möglichkeit geben, auf Sicht und Hörweite an den Nazi-Aufmarsch heranzukommen.

Ausgedehnte Wahlwerbung für SPD und Grüne bei dieser Kundgebung und ein weitgehend verstellter Blick auf einen kleinen Ausschnitt des Nazi-Aufmarsches frustierte.

Die zahlreichen Straßensperren und das übermäßige Polizeiaufgebot machten wirksamen Protest kaum möglich.

 

 

Rede von Ula Richter
zur Auftaktkundgebung des Bündnis Dortmund gegen Rechts mit VVN-BdA und DKP Dortmund am 25. Mai an der Schlanken Mathilde in Hörde

 
Viele Stolpersteine in Hörde weisen auf vielfältiges jüdisches Leben in diesem Stadtteil hin, das es vor der Nazizeit hier gegeben hat, und sie weisen hin auf die vielen Opfer des Naziterrors. Auch die Hörder Synagoge ging in Flammen auf. Wir stehen hier am Stolperstein für Moritz Schild, der 1869 geboren und 1942 nach Theresienstadt deportiert und im gleichen Jahr in Treblinka ermordet worden ist.

„Israel ist unser Unglück“ steht auf Wahlplakaten der Partei Die Rechte. Sie knüpft da an, wo geschürter Judenhass 6 Millionen Männer, Frauen und Kinder in die Vernichtungslager und in den Tod getrieben hat. Ein Skandal, dass die Plakate nicht sofort von der Politik verurteilt und von Justiz und Polizei beschlagnahmt wurden. Erst auf den Druck von Bürger*innen und jüdischen Gemeinden wurden sie verboten. Die Rassisten und Antisemiten mussten sie selbst an der Strecke ihres Marsches wieder abhängen, sonst hätten sie ihn knicken müssen.

In diesen Tagen wird viel vom Grundgesetz geredet und wie wichtig es doch sei. Dabei wird es Artikel für Artikel ausgehöhlt bzw. missachtet. Max Reimann hatte als kommunistisches Mitglied des Parlamentarischen Rates 1949 gesagt: „Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben!“ Wie weitsichtig.

Würden Politik und Justiz dieses Grundgesetz ernstnehmen und es anwenden, gäbe es weder die antisemitischen Hetzplakate, noch den heutigen Nazimarsch durch Hörde und keine Partei Die Rechte. Es gäbe überhaupt keine Nachfolgeparteien oder –organisationen der NSDAP. Sie sind nach Artikel 139 GG verboten und unter Strafe zu stellen.

Es gäbe auch keine Vorbereitung und Beteiligung von Angriffskriegen, würde das Grundgesetz angewendet, und es gäbe das Recht auf Asyl für alle Verfolgten!

Nehmen wir das Grundgesetz beim Wort:
Nie wieder Faschismus!
Nein zum Krieg!
Internationale Solidarität!

 

 

 

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8. Mai 1945 – Tag der Befreiung!

 

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8. Mai 1945: The Daily Telegraph: Germany capitulates!
Bildquelle: telegraph.co.uk/news/0/ve-day-2019-telegraph-covered-victory-europe-day-1945/

 

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8. Mai 1945: Aachener Nachrichten: Der Krieg ist aus!
Bildquelle: youtube.com/watch?v=8mPoILVkrJI

 

 

8. Mai 1945: Tag der Befreiung von NS-Faschismus und Krieg.

 

„Der 8. Mai ist als Tag der Befreiung in verschiedenen europäischen Ländern ein Gedenktag, an dem der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und damit des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht wird. In der DDR war er von 1950[1] bis 1967 und im Jahr 1985 (40. Jahrestag) gesetzlicher Feiertag.“

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Befreiung

 

„Am 8. Mai 1945 war nahezu ganz Europa von Faschismus und Krieg befreit. In Deutschland empfanden vor allem die Überlebenden des Holocaust, der Konzentrationslager und Zuchthäuser und ihre Angehörigen, die befreiten Zwangsarbeiter*­innen den 8. Mai als den lang ersehnten Tag der Befreiung. Aber auch wir alle, die wir heute leben, verdanken die Chance eines Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den alliierten Streitkräften. Die Rote Armee und die sowjetische Bevölkerung hatten die größte Last des Krieges zu tragen. Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an die Befreierinnen und Befreier, die Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee, die gemeinsam mit polnischen Kombattantinnen und Kombattanten Berlin befreiten. Unvergessen bleibt der Beitrag, den der deutsche antifaschistische Widerstand in Deutschland, in der Emigration, in Partisanenverbänden und in den Streitkräften der Antihitlerkoalition geleistet hat.
Mehr als 55 Millionen Menschen fielen Naziterror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben.“

Quelle: berlin.vvn-bda.de/8-mai-1945-tag-der-befreiung/

 

 

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1945: Dortmunder Innenstadt
Bildquelle: wr.de/staedte/dortmund/am-8-mai-war-der-krieg-in-dortmund-laengst-zuende-id9323344.html

 

 

1945.06.03_berlin_reichstag

3 June 1945: Berlin: the Reichstag after its capture by the Soviet troops
Bildquelle: de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Berlin#/media/File:Reichstag_after_the_allied_bombing_of_Berlin.jpg

 

 

1945.05.02_jewgeni _dolmatowski

2. Mai 1945: Berlin: der russische Dichter Jewgeni Dolmatowski mit Hitler-Büste
Bildquelle: zvab.com/1-O-Fotografie-2-Kriegstagebuch-Chaldej-Evgenij/22585008286/bd

Fotografie von Jewgeni Ananjewitsch Chaldei (* 10./23. März 1917; † 6. Oktober 1997); Chaldei „war ein sowjetischer Fotograf. Als Kriegsberichterstatter begleitete er unter anderem im April/Mai 1945 die Eroberung Berlins durch die sowjetischen Truppen.“
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Jewgeni_Ananjewitsch_Chaldei

 

 

Dokumentarfilm: 1945:  When the Allies settled in Berlin

 

 

Dokumentarfilm: 8. Mai 1945: Paris

 

 

Chronologie: Daten der Befreiung von einigen Konzentrationslagern
Auschwitz war weder das erste noch das letzte Konzentrationslager,
das befreit wurde

Die Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager zog sich über ein knappes Jahr hin. Bevor die Alliierten die Lager erreichten, wurden zehntausende Gefangene im Lager ermordert, auf Todesmärschen in andere Lager oder in den Tod am Wegesrand geschickt. Daher wurden oftmals nur wenige hundert Überlebende bei der Befreiung des jeweiligen Lagers von den alliierten Soldaten angetroffen.

Die Geschichte der Todesmärsche erzählen Überlebende in ausgewählten Biographien.
Siehe Weblink: auschwitz.info/de/gedenken/gedenken-2015-70-jahre-befreiung/die-todesmaersche.html

Die Übersicht zeigt, wann welches Konzentrationslager befreit wurde – die Liste ist nur eine Auswahl und nennt bei weitem nicht alle Konzentrationslager.

 

23. Juli 1944
Majdanek, Polen
befreit durch sowjetische Truppen

13. Oktober 1944
Riga-Kaiserwald, Lettland
befreit durch sowjetische Truppen

27. Oktober 1944
Herzogenbusch, Niederlande
befreit durch kanadische Truppen

23. November 1944
Natzweiler-Struthof, Frankreich
befreit durch US-Truppen

27. Januar 1945
Auschwitz, Polen
befreit durch sowjetischen Truppen

13. Februar 1945
Groß-Rosen, Polen
befreit durch sowjetische Truppen

11. April 1945
Buchenwald, Deutschland
befreit durch US-Truppen

11. April 1945
Mittelbau-Dora, Deutschland
befreit durch US-Truppen

15. April 1945
Bergen-Belsen, Deutschland
befreit durch britische Truppen

22. April 1945
Sachsenhausen, Deutschland
befreit durch sowjetische und polnische Truppen

23. April 1945
Flossenbürg, Deutschland
befreit durch US-Truppen

29. April 1945
Dachau, Deutschland
befreit durch US-Truppen

30. April 1945
Ravensbrück, Deutschland
befreit durch sowjetische Truppen

5. Mai 1945
Mauthausen, Österreich
befreit durch US-Truppen

9. Mai 1945
Stutthof, Polen
befreit durch sowjetische Truppen

 
Quelle: auschwitz.info/de/gedenken/gedenken-2015-70-jahre-befreiung/chronologie-der-befreiung-von-kz.html

 

 

 

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