10.11.21: Einladung zur „Scherbenspur“

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Herzliche Einladung an alle Antifaschist*innen !

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11.11.21
Bündnis Dortmund gegen Rechts: „Wir dürfen nicht schweigen!“
„Scherbenspur“ erinnerte an die Opfer der Pogromnacht in Dortmund-Hörde


https://www.nordstadtblogger.de/scherbenspur-erinnerte-an-die-opfer-der-pogromnacht-in-dortmund-hoerde/

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09.10.21: Antifa-Demo gegen rechten „Trauermarsch“

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Das BDgR demonstrierte gemeinsam mit vielen antifaschistisch eingestellten Gruppen, Organisatonen und engagierten Einzelpersonen am 9. Oktober gegen den rechten „Trauermarsch“ in Gedenken an den verstorbenen Neonazi Siegfried Borchardt, genannt „SS-Siggi“ (* 14. November 1953 in Neuenkirchen (Kreis Steinfurt); † 3. Oktober 2021 in Dortmund).

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Mehr Informationen unter:

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10.10.21

500 Nazis trauerten um „SS-Siggi“ – viel Polizei und Gegenprotest
„Heldengedenken“ oder „letztes Aufbäumen“?
„Trauermarsch“ blieb unter Erwartung der Polizei

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23.09.21: Protest gegen Thor Steinar-Laden

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Das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ protestiert am 23.09. ab 17:00 Uhr gegen den Thor Steinar-Shop in der Kuckelke / Alter Burgwall und lädt zum gemeinsamen, antifaschistisch-kulturellen Protest ein.

Hier wird nicht nur Kleidung und andere Devotionalien der Nazis angeboten, der Laden soll auch als Treffpunkt für die rechte Szene dienen. Seit dieser Shop vor einem Jahr mitten in Dortmund eröffnet wurde, protestieren Demokrat*innen und Antifaschist*innen gegen ihn und fordern seine Schließung.  

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EINLADUNG zum antifaschistisch-kulturellen Protest:

Was?
Antifaschistisch-kulturelles Pogramm aus Live-Musik, kurzen Wortbeiträgen und Informationen

Wann?
Donnerstag, den 23.09. um 17:00 Uhr

Wo?
Kuckelke / Alter Burgwall

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01.09.21: NEIN zu AfD!

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1. September 2021: Das BDgR in gemeinsamer Aktion auf dem Friedensplatz gegen die AfD-Veranstaltung während des Antikriegstages.

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03.08.21: Zum Leben und Tod von Willi Hoffmeister

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„Auf einen klugen Kopf passt kein Stahlhelm“

– Willi Hoffmeister (* 25. März 1933; † 3. August 2021)

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Am 3. August ist Willi Hoffmeister im Alter von 88 Jahren gestorben.

Willi war Gewerkschafter, Antifaschist, Friedenskämpfer und Kommunist.
Er setzte sich als Betriebsrat ein für seine Kollegen bei Hoesch, er war Ostermarschierer der ersten Stunde, und war als Kommunist ein Vorbild. Willi lebte vor, was er für richtig hielt und war immer der Erste wenn es darum ging, für eine gemeinsame Aktion seinen Beitrag zu leisten. Er hat sein Leben lang gekämpft: für ein anderes, ein besseres Deutschland, für ein Land ohne Rüstung und Militär, ein Land in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht das Kapital. Er genoss höchstes Ansehen bei allen Mitstreiter*innen.

Das Bundesverdienstkreuz bekam er am 30. Juli noch am Krankenbett ausgehändigt. Obwohl Willi diese Auszeichnung auch kritisch sah, hat er sich über die Würdigung seiner politischen Arbeit durch das Bundesverdienstkreuz gefreut. Er sah sie auch als Auszeichnung für seine Mitstreiter*innen aus der Friedens- und Antifa-Bewegung.

Willi Hoffmeister fehlt uns.

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Willi Hoffmeister während des Ostermarsches Rhein-Ruhr im Jahre 2017

Bildquelle: https://www.nordstadtblogger.de/wp-content/uploads/2017/04/Ostermarsch-Friedensdemo-Dortmund-2017-2-768×512.jpg

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Willi Hoffmeister während einer antifaschistischen Demonstration in Dortmund

Bildquelle: https://www.unsere-zeit.de/wp-content/uploads/2021/08/W.Hoffmeister.jpg

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Bildquelle: https://www.nordstadtblogger.de/wp-content/uploads/2021/08/willi-hoffmeister-20210805-115443.jpg

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04.08.21

Antriebsfeder Antifaschismus
Der Friedenskämpfer und Arbeiterführer Willi Hoffmeister ist gestorben

Von Ulrich Sander,
Journalist und Mitglied der VVN-BdA,
Dortmund

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Am Dienstagnachmittag traf in der Dortmunder Innenstadt eine Fahrraddemonstration der Friedensbewegung ein, die von Bielefeld bis nach Kalkar am Niederrhein führt. Auf der Kundgebung der Zwischenetappe wurde der Gruß eines Mannes verlesen, der sonst stets bei solchen Aktionen vorneweg dabei war: Willi Hoffmeister hatte uns von seinem Laptop aus dem Krankenhaus geschrieben. Wenig später erfuhren wir, dass er, 88-jährig, bereits verstorben war, als seine Worte an unsere Ohren drangen.

Am vorangegangenen Wochenende war ihm noch eine Ehre zuteil geworden, die ungewöhnlich für einen Menschen seiner politischen Überzeugungen ist. Er schrieb uns dazu: »Ich habe mich gefragt, ob ich das Bundesverdienstkreuz am Band annehmen sollte, und ich machte der DGB-Vorsitzenden und dem Bürgermeister, die an mein Krankenbett kamen, deutlich, dass ich eine solche Ehrung nicht für mich annehme, sondern nur für uns alle.« Wir waren tief bewegt, als wir diese Zeilen lasen.

Die Ehrung für Willi, den Gewerkschafter, Kommunisten, Friedens- und Antifa-Aktivisten war vom DGB Region Dortmund vorgeschlagen worden. Die Regionalvorsitzende Jutta Reiter dankte Willi für sein Bemühen um den Zusammenschluss aller Friedensfreunde sowie die Verknüpfung von Gewerkschaftsarbeit mit dem Engagement für »Antimilitarismus sowie Antifaschismus, denn das sind deine Antriebsfedern«.

Willi war IG-Metall-Betriebsrat in der Westfalenhütte und baute eine bundesweite betriebliche Friedensbewegung mit auf. Er wusste: Bewegungen für Demokratie und Frieden können nur dann erfolgreich sein, wenn die arbeitenden Menschen in den Betrieben einbezogen werden. Er selbst hatte die Schrecken des Krieges noch miterlebt. Sein von ihm verehrter Onkel, der kommunistische Arbeiter Franz Urbanski, hatte eine elfjährige KZ-Haft erlitten. Er gab seinem Neffen als Rat mit auf den Weg: »Junge, tu alles, damit es nie wieder zu Faschismus und Krieg kommt.« Willi erinnerte sich: »Das hat mich mein Leben lang geleitet.«

Der Onkel war gesundheitlich schwer angeschlagen. In einem Dorf bei Schwerin bekam er einen Neubauernhof zugewiesen – und kam damit nicht zurecht. Willi und seine Eltern wollten helfen. Sie verkauften ihre Habe und ihr Haus in Ostwestfalen und zogen in die DDR, erhielten jedoch keine dauerhafte Zuzugsgenehmigung. Die Behörden in der DDR meinten, der Platz der Hoffmeisters sei im Westen. Willi wäre sehr gern Bauer geworden. Wieder im Westen stand die Familie vor dem Nichts. Willi ging daher nach Dortmund. Er war Schreiner, wurde Hafenarbeiter, dann Stahlarbeiter. Jede Mark, die irgendwie übrig war, ging zu den Eltern, damit sie das Haus wiedererlangen konnten.

Über sechs Jahrzehnte war der Ostermarsch Willis wichtigstes politisches Projekt – seit 1961 marschierte er an Rhein und Ruhr in vorderster Reihe. Zugleich war er ein leidenschaftlicher Streiter für die Aktionseinheit der Linken. Als Parteivorstandsmitglied der DKP bis 1990 war er nicht nur bei seinen Genossen hoch anerkannt.

Als Willi im März 2011 eine Ausstellung über 50 Jahre Ostermarsch in der Nähe des Dortmunder Rathauses eröffnete, ließ es sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) nicht nehmen, den Kommunisten und Initiator der Exposition ausdrücklich zu würdigen: »Mein Dank geht an Willi Hoffmeister und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Ich hoffe, dass diese Ausstellung viele Menschen anlockt und motiviert, sich weiterhin oder auch erstmalig für den Frieden und gegen Krieg zu engagieren. Denn der Marsch ist noch nicht zu Ende, und er muss weitergegangen werden – das ist die Verantwortung, die wir für unsere Welt tragen.«

Willi war auch ein Meister des Leserbriefes. Er vermochte es, seine Gedanken, knapp gefasst und auf den Punkt gebracht, nicht nur in linke Medien zu tragen. Erst kürzlich schrieb er mir, was er zu Papier brachte, leider jedoch nicht veröffentlichen konnte. Ich freue mich, über diese Zeitung Willis Gedanken zu einem der beschämendsten Kapitel jüngster bundesdeutscher Geschichte der Öffentlichkeit zu vermitteln: »20 Jahre Krieg in Afghanistan haben dem Land keinen Frieden und Fortschritt gebracht. 12,5 Milliarden (ohne die Milliarden an Nebenkosten) wurden verpulvert. Schluss mit den Auslandseinsätzen in aller Welt – Abrüsten statt Aufrüsten. Die Mehrzahl der BundesbürgerInnen fordert das.«

Ja, lieber Willi, und wir werden weiter in diesem, Deinem Sinne kämpfen.

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Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1155284.willi-hoffmeister-antriebsfeder-antifaschismus.html

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22.03.15
Ostermarsch-Urgestein Willi Hoffmeister: Ein ganzes Leben im Kampf gegen die Bombe und für eine gerechtere Welt
https://www.nordstadtblogger.de/portraet-ueber-willi-hoffmeister-ein-ganzes-leben-im-kampf-gegen-die-bombe-und-fuer-eine-gerechtere-welt/

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02.08.21
Bundesverdienstkreuz für das Urgestein der Dortmunder Friedensbewegung: DGB gratuliert Willi Hoffmeister
https://www.nordstadtblogger.de/bundesverdienstkreuz-fuer-das-urgestein-der-dortmunder-friedensbewegung-dgb-gratuliert-willi-hoffmeister/

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05.08.21
Abschied von einem Antifaschisten und Friedensaktivisten: Willi Hoffmeister hat seinen letzten Kampf verloren
https://www.nordstadtblogger.de/abschied-von-einem-antifaschisten-und-friedensaktivisten-willi-hoffmeister-hat-seinen-letzten-kampf-verloren/

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12.09.20
»Es ist Zeit, die Faust nicht nur in der Tasche zu ballen«
Über das Leben eines Arbeiters im Kampf für Abrüstung, Völkerverständigung und Antifaschismus. Ein Gespräch mit Willi Hoffmeister

https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/386258.links-sein-es-ist-zeit-die-faust-nicht-nur-in-der-tasche-zu-ballen.html

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04.08.21
Bundesverdienstkreuz an Hoffmeister
Späte Ehrung für »Urgestein«
Gewerkschafter und Antifaschist Willi Hoffmeister mit Bundesverdienstkreuz geehrt

https://www.jungewelt.de/artikel/407694.bundesverdienstkreuz-an-hoffmeister-sp%C3%A4te-ehrung-f%C3%BCr-urgestein.html

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06.08.21
Antifaschismus
Einer der Stärksten

Zum Tod des Friedensaktivisten und Kommunisten Willi Hoffmeister
https://www.jungewelt.de/artikel/407819.antifaschismus-einer-der-st%C3%A4rksten.html

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05.08.21
In Gedenken an Willi Hoffmeister
https://www.unsere-zeit.de/in-gedenken-an-willi-hoffmeister-158901/

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06.08.21
Willi Hoffmeister mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Ehrung eines Friedenskämpfers

https://www.unsere-zeit.de/ehrung-eines-friedenskaempfers-158792/

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04.12.2016
Willi Hoffmeister: Ein Leben in der Friedensbewegung

Willi Hofmeister, geboren 1933 berichtet von seiner Jugend im Faschismus. Das Urgestein der Dortmunder Friedensbewegung erzählt über die Anfänge der Friedensbewegung in der jungen Bundesrepublik im Kampf gegen die Remilitarisierung, auch im Betrieb. Mit seinen über 80 Jahren arbeitet er weiterhin an den Themen Rüstungskonversion und betriebliche Friedensarbeit.

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02.08.21: Gedenkveranstaltung & Kunstaktion zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

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Fotografische Eindrücke der Gedenkveranstaltung und Kunstaktion vom 2. August 2021:

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Fotos von der Fotografin Katharina Urban

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10. Juli 2021: Zum Leben und Tod von Esther Bejarano

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„Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit.
Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese Zeit wissen wollt.
Ihr müsst alles wissen, was damals geschah.
Und warum es geschah.“

– Esther Bejarano, deutsch jüdische Holocaust-Überlebende
(* 15. Dezember 1924; † 10. Juli 2021)

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Heute ist Esther Bejarano gestorben.

Sie schlief heute Morgen im Israelitischen Krankenhaus in Hamburg nach kurzer schwerer Krankheit um 4:40 Uhr „friedlich und ruhig“ im Alter von 96 Jahren ein.

Wir trauern um Esther Bejarano.
Wir trauern mit ihren Familienangehörigen, mit ihren Freund*innen und Bekannten.

Esther Bejarano bedeutet und als Menschen und als Antifaschist*innen viel.
Menschlichkeit und Antifaschismus sind untrennbar miteinander verbunden.

Sie hat am eigenen Leib die brutalen Geschehnisse zwischen 1933 und 1945 erfahren müssen, die wir nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Sie hat durch den NS-Faschismus geliebte Familienangehörige verloren und hat Menschen leiden und sterben sehen müssen. Durch ihre musikalischen Fähigkeiten konnte Esther Bejarano im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überleben. Wenn Esther Bejarano in unserer Zeit über die NS-Zeit und über ihr Leben erzählte, das vom NS-Faschismus schwer gezeichnet war, hatten ihre Worte als Zeitzeugin überzeugendes und authentisches Gewicht. Sie blieb aber nicht ausschließlich der Vergangenheit verhaftet, sondern verband die Vergangenheit stets mit Gegenwart und Zukunft.
Auch nach 1945 hatte sie in der Bundesrepublik, im „Land der Täter“, leiden müssen, weil unsere damalige Gesellschaft durchsetzt war mit Nazis und Neonazis.
Auch in unserer Gegenwart warnte die hochbetagte Dame immer und immer wieder vor den weiterhin bestehenden Gefahren des Neofaschismus. Während der „Rosa-Luxemburg-Konferenz“ am 9. Januar 2016 betonte sie: „Liebe Freundinnen und Freunde, wir müssen alle wachsam sein und die Menschen, ganz besonders aber die Jugend, über die furchtbare Vergangenheit aufklären, damit nie wieder geschehe, was damals geschah. Denkt an die Worte von Bertolt Brecht: ‚Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.‘ Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde über den Holocaust geschwiegen. Nazis wurden, weil es keine Entnazifizierung gab, wieder Richter, Rechtsanwälte, Lehrer. Ja, sogar von Adenauer in die Regierung geholt. Die größten Nazi-Verbrecher, hier will ich nur Mengele nennen, Beteiligte des fabrikmäßigen Massenmordes, konnten mit umfassender Hilfe ins Ausland fliehen, damit sie nicht für ihre Verbrechen belangt werden konnten. Nahtlos setzte sich dieser Ungeist fort. Darum geht unser Kampf immer weiter. Bis es, so wie ich hoffe, keine Nazis auf der ganzen Erde mehr geben wird! Darum sage ich: der Satz ‚Wehret den Anfängen!‘ ist längst überholt. Wir sind mittendrin!“

Esther Bejarano ist uns Antifaschist*innen ein menschliches und antifaschistisches Vorbild.
Sie hat sich aus dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte zurück ins Leben gekämpft und sich ein neues Leben mit Familie aufgebaut. Sie hat als Holocaust-Überlebende stets Mitgefühl, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein bewiesen mit den Menschen, die unter den Nazis leiden mussten und gestorben sind: als Auschwitz-Überlebende erzählte sie über Jahrzehnte von den nationalsozialistischen Verbrechen in der deutschen und internationalen Öffentlichkeit und war somit für die Menschen ein Sprachrohr und eine Stimme, die durch den Todesstoß des NS-Faschismus ihre Stimme nicht mehr erheben konnten.
Sie zeigte Empathie, Selbstbewusstsein, Mut, Scharfsinn, Ausdauer, Kraft, Willensstärke, Entschlossenheit, Widerständigkeit, Unangepasstheit sowie einen Sinn für und einen Drang nach Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Trotz aller schlimmen Erfahrungen und Widrigkeiten blieb sie sich ihrer Lebenslust und ihrem Humor treu. Auch äußerte sie als Sängerin und Musikerin immer wieder praktisch und öffentlich ihr ausgesprochenes Talent für künstlerisches Schaffen und künstlerischen Ausdruck im Sinne eines antifaschistischen Engagements. Gemeinsam mit ihren Kindern Joram & Edna und mit Kutlu & Rossi von der deutsch-türkisch-italienischen Rap-Band „Microphone Mafia“ war sie über Jahrzehnte künstlerisch-kulturell engagiert gegen menschenfeindliche Einstellungen von rechts.
Sie ist uns vom „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ (BDgR) ein leuchtendes Beispiel für eine nachhaltige Erinnerungs-, Aufklärungs- und Kulturarbeit gegen Neofaschismus und als Mensch ein respektables Vorbild mit Moral und Prinzipien.

Wir vom BDgR hatten sie seit unserer Gründung im Jahr 2000 in Dortmund immer wieder willkommen heißen können: bspw. auf dem Platz der Alten Synagoge, auf dem traditionellen UZ-Pressefest, in der Reinoldikirche oder im Dietrich-Keuning-Haus. Gemeinsam leisteten wir mit ihr Kulturarbeit gegen rechts, die öffentlich wahrgenommen wurde.

Am 9. Januar 2016 auf der „Rosa-Luxemburg-Konferenz“ sagte sie: „Ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen, als das die Erfahrungen meiner Generation in Vergessenheit gerät. Dann wären alle Opfer des Faschismus und des Krieges, alles, was wir erlitten haben, umsonst gewesen.“

Ihre Erinnerungen und Erzählungen sind uns ein Vermächtnis.
Unsere Aufgabe und unser Versprechen ist, die Erfahrungen ihrer Generation wachzuhalten und weiterzuerzählen. Wir sind nun mit vielen weiteren antifaschistisch gesinnten Menschen das Sprachrohr ihrer Generation. Wir sind die Stimme Esther Bejaranos, die heute, am 10. Juli 2021 verstummt und von uns gegangen ist, denn wir wollen „alles wissen, was damals geschah. Und warum es geschah.“

Am 28. Januar 2018 sagte Esther Bejarano in der Fernsehsendung „Anne Will“: „Ich bin sehr optimistisch, weil ich so viel erfahre von den jungen Menschen, von den Jugendlichen. Wenn ich in die Schule gehe und hinterher die Schüler kommen, die wollen mich alles Mögliche fragen. Und dann sagen sie zu mir: ‚Frau Bejarano, Sie brauchen keine Angst zu haben, wenn auch keine Zeitzeugen mehr da sind. Wir werden Ihre Geschichte erzählen.‘ Ist das nicht toll?“

Liebe Esther Bejarano,
bitte habe keine Angst. Wir stehen für Dich und für Deine Generation ein.
Gemeinsam mit den jungen Menschen, die Deine Geschichte weitererzählen wollen.

Ruhe in Frieden.

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Esther Bejarano im Jahr 2015

Bildquelle: https://www.sueddeutsche.de/image/sz.1.2459946/704×396?v=1625907731

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19.07.21
Nach Tod von Antifaschistin
Bewegender Abschied
Esther Bejarano wurde am Sonntag in Hamburg beigesetzt. Bei Trauerfeier findet Rolf Becker klare Worte

Von Kristian Stemmler, Hamburg
https://www.jungewelt.de/artikel/406561.nach-tod-von-antifaschistin-bewegender-abschied.html

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21.07.21
Esther Bejarano
Abschied von Esther
Dokumentiert. »Mir lebn ejbig – wir leben trotzdem.« Eine Trauerrede zur Beisetzung von Esther Bejarano
Von Rolf Becker
https://www.jungewelt.de/artikel/406765.esther-bejarano-abschied-von-esther.html

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15. März 2014: Esther Bejarano mit Sohn Joram und Kutlu & Rossi von der Rap-Band „Microphone Mafia“ in der Dortmunder Reinoldikirche
(Eine Veranstaltung organisiert vom BDgR):

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Bildquelle: https://www.ev-kirche-dortmund.de/fileadmin/news_import/bejerano_microphonemafia.jpg

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16.03.14

VIDEOS: Holocaust-Überlebende Esther Bejarano in der Reinoldikirche – Mit Wort und Musik gegen Rechts

VIDEOS: Holocaust-Überlebende Esther Bejarano in der Reinoldikirche – Mit Wort und Musik gegen Rechts

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VIDEO: „Wann jeiht d´r Himmel widder op“

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VIDEO: „Insanlar – Menschen“

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VIDEO: „Mir lebn ejbig“

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22.06.21: Dortmunder Aufruf zum 22. Juni 2021

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Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache/Internationales Rombergparkkomitee e.V. , die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.), das Dortmunder Friedensforum und der Historische Verein Ar.kod.M e.V. (Altrussische Kriegsopferdaten-Memorial) haben diesen Aufruf herausgegeben:

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Mahn- und Gedenkveranstaltung
zum 22. Juni – 80 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion

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Vor 80 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht heimtückisch die Sowjetunion. So folgte nach dem Überfall auf Polen 1939 der erweiterte Angriffs- und Vernichtungskrieg Deutschlands – nun gegen die Sowjetunion. 27 Millionen sowjetische Bürgerinnen, davon 14 Millionen Zivilistinnen verloren in diesem Krieg ihr Leben. Von den 5,7 Millionen sowjetischen Soldaten, die in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten waren, starben 3,3 Millionen. Diese Menschen starben an fehlender Versorgung, Hunger, Krankheiten und rassistischer Verfolgung. Sie wurden zu Hunderttausenden zur Zwangsarbeit verschleppt. Das Sterben dieser Menschen wurde bewusst in Kauf genommen. Es war Teil des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion, der mit der rassistischen Ideologie der Nazis begründet wurde.
Zu den Opfern dieses Vernichtungskrieges gehören auch die Kriegsfangenen und nach Deutschland verschleppten Zivilarbeiter:innen, die in Dortmund durch Zwangsarbeit gelitten haben und ums Leben gebracht wurden. An sie, an ihr Leiden und ihren Tod wollen wir erinnern.
In Dortmund ist der Gedenkstein an der Westfalenhalle, der an das Stalag VI D und an das Leiden und Sterben der Kriegsgefangenen in diesem Lager erinnert, ein Gedenkort ebenso wie der Internationale Friedhof am Rennweg. Wir begrüßen die Initiativen „den Toten einen Namen geben“ von Bürger*innen Dortmunds genauso wie das Projekt der Stadt Dortmund auf dem Internationalen Friedhof am Rennweg mit der Aufstellung von 58 Stellen mit Namen der dort begrabenen sowjetischen Kriegsopfer. Damit entstehen neue Chancen, sich mit den Verbrechen an den sowjetischen Kriegsgefangenen und den Verbrechen in der NS-Zeit, wie auch den Versäumnissen und der Ignoranz der Nachkriegszeit auseinander zu setzen.

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Wir brauchen Lernorte für Völkerverständigung und Humanität!

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Wir fragen: warum wurde ein friedliches und partnerschaftliches Verhältnis mit allen Staaten der ehemaligen Sowjetunion für Deutschland keine Staatsdoktrin, wie sie es auch für Israel ist?

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Bedauerlicherweise ist das Gegenteil der Fall:

● Deutsche Soldaten stehen im Rahmen der NATO an der russischen Westgrenze

● Der Rüstungsetat Deutschlands wurde erneut erhöht und die Waffenexporte ausgeweitet

● Sowohl die Bundesregierung als auch die EU beschließen immer neue Sanktionen gegen Russland: Wir wissen: Ohne Russland gibt es keinen dauerhaften Frieden in Europa!

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Von deutschem Boden muss Frieden ausgehen und nicht Krieg.

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Wir laden zur Mahn- und Gedenkveranstaltung am 22. Juni 2021, 17.00 Uhr, am Gedenkstein an der Westfalenhalle ein.

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8. Mai 1945: Die zweite Geburt der Esther Bejarano

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Esther Bejarano (* 15. Dezember 1924), Holocaust-Überlebende,
über ihren Tag der Befreiung und über ihre zweite Geburt im Jahre 1945:

„Nach etwa fünf Tagen Marsch hörten wir, wie ein SS-Mann zu einem anderen sagte, es dürfe nicht mehr geschossen werden. Wir beschlossen, die Kolonne zu verlassen und zu siebt alleine weiter zu gehen. Eine nach der anderen versteckten wir uns hinter Bäumen und Sträuchern, als wir gerade durch einen Wald marschierten. Die Kolonne zog ohne uns weiter. Wir warteten eine Weile, bis die Gefahr vorbei war. Kein SS-Mann war zu sehen. Dann irrten wir durch den Wald, zogen unsere Häftlingskleidung aus und warfen sie weg. Als wir auf eine Landstraße kamen, mischten wir uns unter die vielen Flüchtlinge, die mit kleinen Leiterwagen, vollbepackt mit Koffern und Bündeln, auf der Landstraße umherirrten. Viele wusten noch gar nicht, wohin sie gingen. Die Leute waren alle aus Berlin und Umgebung. Sie flüchteten vor den Russen. Wir gingen mit ihnen, bis wir in ein kleines Dorf kamen. In einem Bauernhaus baten wir um Unterkunft. Der Bauer erlaubte uns, in einer Scheune zu übernachten. Noch erzählten wir niemandem, dass wir aus dem KZ kamen. Wir hatten große Angst, irgendein Nazi könnte uns wieder zu der Kolonne zurückbringen. Außerdem war ja der Krieg noch nicht beendet. Die SS kämpfte noch in den Wäldern.
Ein schrecklicher Hunger quälte uns. Eines der Mädchen bat den Bauer um etwas zu essen. Der brachte uns einen Eimer gekochter Kartoffeln in die Scheune, und wir fielen wie die Löwen darüber her. Kartoffeln hatten wir schon ewig nicht gegessen. Dann schliefen wir im Heu, und am nächsten Morgen wurden wir von dem Bauer geweckt. Er sagte uns: ‚Wenn ihr links runter geht, kommt ihr zu den Amerikanern. Geht ihr nacht rechts, da sind die Russen.‘ Wir brauchten gar nicht lange zu überlegen, wohin wir gehen sollten, denn links von uns kamen zwei amerikanische Panzer die Straße runtergefahren. Wir nahmen unsere paar Sachen und liefen ihnen entgegen. Die ameikanischen Soldaten halfen uns auf die Panzer und begrüßten uns sehr herzlich. Als wir ihnen unsere Nummern auf dem linken Arm zeigten, umarmten und küssten sie uns vor Freude, dass sie uns helfen konnten. Wir Mädchen sahen nicht gerade gut aus. Die meisten von uns waren sehr abgemagert, einige fühlten sich wirklich schwach. Die Soldaten wendeten und fuhren zurück in das mecklenburgische Städtchen Lübsch. Die Amis halfen uns vom Panzer runter und luden uns in ein Restaurant ein. Nun mussten wir ihnen vom KZ erzählen. Irmgard und ich konnten Englisch sprechen, und so beschrieben wir ihnen, was wir alles durchgemacht hatten. Ich erzählte ihnen auch, dass ich in Auschwitz im Orchester Akkordeon gespielt hatte. Es verging vielleicht eine halbe Stunde, da stand plötzlich ein Soldat mit einem Akkordeon vor mir. Er sagte: ‚Ich schenke dir das Akkordeon, komm lass uns singen, und du musst spielen.‘ Erst tranken wir Kaffee und aßen Kuchen, Schokolade, Kekse, die wir von den Amerikanern spendiert bekamen. Dann sangen wir alle zusammen. Wir waren sozusagen ‚allein‘ in der Kneipe. Die Deutschen hatten sich verdrückt.
Inzwischen hatten die Amerikaner für uns ein paar Zimmer organisiert. Am Nachmittag trafen wir uns wieder mit ihnen in der Kneipe, sie waren anscheinend sehr froh, uns getroffen zu haben. Während wir so gemütlich zusammen saßen, hörten wir auf der Straße plötzlich großen Jubel. Wir liefen alle auf die Straße und sahen, wie die Rote Armee einmarschierte. Die amerikanischen und russischen Soldaten begrüßten, umarmten und küssten sich. Alle waren glücklich, dass der Krieg endlich beendet war. Ein russischer Soldat brachte ein riesengroßes Bild von Adolf Hitler und stellte es mitten auf den Marktplatz. Ein anderer russischer Soldat rief: ‚Musik, wer macht Musik?‘ Ich nahm mein Akkordeon und ging auf den Marktplatz. Alle stellten sich rings um das Bild. Ein amerikanischer und ein russischer Soldat zündeten es an. Adolf Hitlers Bild brannte lichterloh, die Soldaten und die Mädchen aus dem KZ tanzten um das Bild herum, und ich spielte Akkordeon. Auch dieses Bild werde ich nie vergessen“ (Bejarano 2014: 82-83).

Bejarano, Esther 2014: Erinnerungen ‒ Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen rechts. 2. Aufl. Hamburg: LAIKA-Verlag.

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„Esther Bejarano (geboren als Esther Loewy, 15. Dezember 1924 in Saarlouis) ist eine deutsch-jüdische Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau. Mit Anita Lasker-Wallfisch und anderen spielte sie im Mädchenorchester von Auschwitz. Später engagierte sie sich in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA). Sie tritt auch heute noch aktiv im Internationalen Auschwitz-Komitee und als Sängerin auf, seit 2009 vor allem mit der Rapgruppe Microphone Mafia aus Köln. Esther Bejarano hat mehrere autobiografische Romane geschrieben. 2013 erschien im Hamburger Laika-Verlag ihre Biografie ‚Erinnerungen. Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen rechts‘, das sowohl eigene biografische Kapitel enthielt, aber auch ein Interview mit Antonella Romeo.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Esther_Bejarano

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Bildquelle: https://www.galerie-der-abseitigen-kuenste.de/publikation/esther-bejarano-erinnerungen

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Bildquelle: https://es-la.facebook.com/wdr5/photos/a.168065819907267/2803911929655963/?type=3&theater

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8. Mai 2021: Den 8. Mai feiern!

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8. Mai 1945 – Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

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Dieser Tag jährt sich zum 76sten mal und ist uns Anlass, den unter unendlichen Opfern errungenen Frieden in Europa und das Niederringen des Nazi-Regimes zu feiern. Mörderischer Rassismus und ein Raub- und Vernichtungskrieg gingen von deutschem Boden aus und wurden hier beendet. Als die Konzentrationslager befreit wurden, schworen die Überlebenden und alle Antifaschistinnen und Demokratinnen: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

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BDgR & VVN-BdA anlässlich des 75. Jahrestages des Schwurs von Buchenwald am 19. April 1945 / Foto: Gabi Brenner

Bildquelle: https://www.nordstadtblogger.de/wp-content/uploads/2020/03/vvn_bda_gedenken-2020.jpg

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Wir setzen uns dafür ein, dass die Lehre des 8. Mai in Erinnerung bleibt und befolgt wird: Nein zu immer neuen Kriegen, nein zu Bundeswehreinsätzen in aller Welt, nein zu Rassismus und Faschismus. Nein zur Ausbeutung von Mensch und Natur. Ja zur friedlichen Lösung von Konflikten, ja zu Demokratie und sozialer Gerechtigkeit.

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Das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ wird trotz Pandemie auch in diesem Jahr an diesen bedeutendsten Tag in unserer Geschichte erinnern und ihn feiern. Mit Musik, Texten und Gedichten wollen wir die antifaschistische Kultur hochhalten.

Wo: auf dem Platz der Alten Synagoge am Stadttheater
Wann: am Samstag, 8. Mai von 16.00 bis 17.30 Uhr ***

Wir laden herzlich zu der Veranstaltung ein. Wer unsere Aktion „Den 8. Mai feiern“ unterstützen möchte, melde sich über Telefon 0231 4271059 oder E-Mail ula.richter@web.de Wir freuen uns auf Eure/Ihre Rückmeldungen.

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Ula Richter und Dagmar Stüber-Najib
für das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ (BDgR)

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***Die Veranstaltung ist angemeldet. Die geltenden Corona-Schutzregeln werden eingehalten.

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Dortmund am Ende der Nazi-Herrschaft: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! / Foto: Stadtarchiv

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