20 Jahre BDgR

 

 

Im Mai 2000 wurde das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ von engagierten Antifaschist*innen gegründet.

Nun kann es einen runden Geburtstag feiern.
Es ist 20 Jahre alt geworden.

 

 

Aktive des BDgR haben die Broschüre „20 Jahre BDgR“ erstellt, die die Geschichte des Bündnisses insbesondere visuell darstellt und zusammenfasst (siehe Foto).

 

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Die Nordstadtblogger haben anlässlich dieses Geburtstages einen Artikel über das BDgR verfasst, indem die Mitgründerin des Bündnisses, Ula Richter, Stellung bezieht.

20 Jahre Bündnis gegen Rechts:
„Der Feind der Demokratie steht rechts – und er ist mittlerweile staatsgefährdend“

20 Jahre Bündnis gegen Rechts: „Der Feind der Demokratie steht rechts – und er ist mittlerweile staatsgefährdend“

 

 

 

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28.05.20: Aktion & öffentliche Lesung zur Bücherverbrennung der Hitlerfaschisten

 

„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
‒ Heinrich Heine

 

Eine Veranstaltung und Lesung
an der Gedenkplatte zur Bücherverbrennung,
Wißstraße / Hansaplatz,
am Donnerstag, den 28. Mai um 17 Uhr.

 

Es lesen Tirzah Haase und Andreas Weißert, es musiziert Peter Sturm.

 

Am 30. Mai 1933 fand auch in Dortmund die Bücherverbrennung auf Drängen
von Dortmunder Lehrern und dem Lehrerverband mit Unterstützung des Polizeipräsidenten auf dem Hansaplatz statt. „Undeutscher Geist ging in
Flammen auf!“ titelte der Dortmunder Generalanzeiger. 50.000 Dortmunder*innen sollen begeistert zugeschaut haben.

Es war das Beste und Klügste, das deutsche und internationale Dichter*innen,
Schriftsteller*innen und Wissenschaftler*innen geschaffen hatten. Nicht nur Ihre Werke verbrannten, auch sie selbst wurden auf vielfältige Art Opfer der
Hitlerbarbarei.

 

Eine Veranstaltung von BDgR, VVN-BdA Dortmund, DKP Dortmund, Dortmunder Friedensforum

 

 

 

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20.05.20: Leserbrief an die Medien bzgl. Liaison zwischen Polizei-Einheiten und Nazi-Terrorgruppe

 

Erklärung des „Bündnis Dortmund gegen Rechts“:

 

Eine Nachricht in den Ruhrnachrichten vom 15.05.20, die fassungslos macht:

„Rechtsradikale Polizeitruppe: Verbindung wird geprüft.“

 

Da lesen wir, dass das Sondereinsatzkommando Dortmund im fernen Güstrow an einem Schießstand trainiert, der auch bei der faschistischen Terrorgruppe „Nordkreuz“ beliebt ist und von ihren Kameraden betrieben wird.

Dieses Nazi-Netzwerk, in dem auch der rechtsextreme SEK-Mann Marco G. aktiv ist, hortet Waffen und Munition, die aus den Beständen der Bundeswehr und der Polizei geklaut wurden, um sie am „Tag X“ einzusetzen. Die rechten Terroristen spekulieren auf bürgerkriegsähnliche Zustände, aktuell unterstützt durch die Corona-Krise, um dann Politiker*innen und Füchtlingshelfer*innen, die „schädlich für den Staat sind, weg zu machen“. Eine ungeheure Ansage!

Wir fragen: Wie weit ist das Dortmunder SEK bei seinen „regelmäßigen workshops“ in diese Pläne involviert?

Wir fragen: Wer ist verantwortlich für die SEK Dortmund und die SEKs weiterer nordrhein-westfälischer Städte, die auch in Güstrow trainieren? Sind es die Polizeipräsidenten oder der Innenminister?

Wir fragen: Seit wann ist dieser Skandal den Verantwortlichen bekannt?

Wir fordern: Die vollständige Aufklärung dieser brandgefährlichen Liaison zwischen Polizei-Einheiten und Nazi-Terrorgruppe.

Wir fordern: Die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

 

 

 

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Wer kennt „Rees gegen Rechts“?

 

Das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ bittet seine Freundinnen und Freunde um Mithilfe. Wer immer etwas mit dem Begriff

 

„Rees gegen Rechts“

 

anfangen kann, der oder die möchte sich bitte dringend bei uns melden unter

 

dortmundgegenrechts@gmx.net .

 

Danke!

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8. Mai 2020: Gedenken: Für Frieden & Völkerverständigung auf dem Dortmunder Friedensplatz

 

8_mai_feiertag

Bildquelle: die-linke.de/nc/start/newsletter/newsletter-archiv/neu/2019/05/die-linke-newsletter-vom-8-mai-2019-tag-der-befreiung/

 

 

Das vom „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ geplante Open-Air-Friedensfest zum 75. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg ist dem Corona-Virus zum Opfer gefallen.

Aber dieses Datum mit seiner Botschaft für Frieden und Völkerverständigung gegen Faschismus und Krieg ist so wichtig, dass wir ein Gedenken in anderer Form vorbereitet haben.

Am 8. Mai um 17.30 Uhr werden wir ein sehr großes Friedensbanner mit den Maßen von 10 x 9 Metern auf dem Friedensplatz entrollen. Auf seinen Regenbogenfarben steht das Wort Frieden in vielen verschiedenen Sprachen und transportiert so unser Anliegen.

Vorgetragen werden Texte der Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano. Außerdem wird Elif Kubasik, die Witwe des vom NSU ermordeten Mehmet Kubasik zum Urteil des Oberlandesgerichts München sprechen.

Musikalisch wird die Veranstaltung von Peter Sturm begleitet.

 

 

 

8. Mai 2020-1

Bildquelle: BDgR

 

8. Mai 2020-2

Bildquelle: BDgR

 

 

Der Verein „R-mediabase e.V.“ (Forum für mediale Gegenöffentlichkeit – Verband für kritischen Bildjournalismus) hat über die Veranstaltung am 8. Mai auf dem Dortmunder Friedensplatz zum „Tag der Befreiung“ des BDgR berichtet.

8. Mai 2020 in Dortmund

Vielen Dank für die schönen und starken Fotos!

 

 

 

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Petition: 8. Mai zum Feiertag machen!

 

Das BDgR unterstützt die Petition „8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“ von der Holocaust-Überlebenden Esther Bejarano und von der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA e. V.).
Esther Bejarano & die VVN-BdA e​.​V. haben diese Petition an Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Wolfgang Schäuble (Bundestagspräsident), Frank-Walter Steinmeier (Bundespräsident) und an Dietmar Woidke (Bundesratspräsident) gerichtet.

 

 

Das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. schreibt:

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 
zum 27. Januar 2020 hat Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück einen vielbeachteten Offenen Brief geschrieben, adressiert an die Regierenden und alle, die wollen, dass Auschwitz nie wieder sei. Den Brief haben wir zum Nachlesen angehängt.

Eine der Forderungen ist:

„Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Wie viele andere aus den Konzentrationslagern wurde auch ich auf den Todesmarsch getrieben. Erst Anfang Mai wurden wir von amerikanischen und russischen Soldaten befreit. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“

Jetzt hat die VVN-BdA, deren Ehrenvorsitzende Esther Bejarano seit 2008 ist, eine Petition gestartet. Bitte unterschreibt alle und unterstützt diese Forderung. Einfach nur den Link anklicken, unterzeichnen und an Freundeskreise weiterleiten.

 
Herzliche Grüße und bleibt gesund.

Euer

Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

 

 

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PETITION: Change.org:

 

„8. Mai zum Feiertag machen!
Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“

 
Esther Bejarano & VVN-BdA e​.​V. haben diese Petition an Angela Merkel (Bundeskanzlerin, Wolfgang Schäuble (Bundestagspräsident), Frank-Walter Steinmeier (Bundespräsident), Dietmar Woidke (Bundesratspräsident) gerichtet.

 
Ich überlebte als Mitglied des „Mädchenorchesters“ das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 75 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Ich bin Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Dies schrieb ich in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.

Die militärische Zerschlagung des Faschismus durch die Alliierten, Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen als Befreiung zu begreifen, bedeutet die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch so zu handeln. Es ist nicht hinnehmbar, dass 75 Jahre danach extreme Rechte in allen deutschen Parlamenten sitzen und in immer rascherer Folge Mord auf Mord folgt.

Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeutet für uns:

– AfD, NPD und ihre Verbündeten aufzuhalten,

– das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen,

– einzugreifen, wenn Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und andere, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, beleidigt und angegriffen werden,

– Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen,

– die Logik des Militärischen zu durchbrechen und Waffenexporte zu verhindern und

– die Diffamierung und Behinderung demokratischer und antifaschistischer Gruppen und Organisationen durch Geheimdienste und Finanzämter zu beenden.

Sonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen nicht. Es muss gestritten werden für die neue Welt des Friedens und der Freiheit, die die befreiten Häftlinge im Schwur von Buchenwald als Auftrag hinterlassen haben. Ein offizieller bundesweiter Feiertag wäre dafür die regelmäßige Verpflichtung. – Nicht nur, aber eben auch an jedem 8. Mai.

 

Deshalb: Achter Mai – arbeitsfrei! Zeit für Antifaschismus!

 
Esther Bejarano
und die
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e​.​V.)

 
https://www.change.org/p/8-mai-zum-feiertag-machen-was-75-jahre-nach-befreiung-vom-faschismus-getan-werden-muss-tagderbefreiung-bkagvat-bundesrat

 

 

 

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PETITION: openPetition:

 

Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!

 

Die Berliner Finanzbehörden haben der Vereinigung der Nazi-Verfolgten den Status der Gemeinnützigkeit aberkannt. Wir fordern, der VVN-BdA diesen Status wieder anzuerkennen.

Die Erinnerung an die Verbrecher und Opfer des Nationalsozialismus ist gerade in der heutigen Zeit wichtig für die Gesellschaft, da dadurch ein weiteres Erstarken des Faschismus gestoppt werden kann.
Begründung

Nur eine von 17 Verfassungsschutzbehörden in Deutschland stuft die VVN-BdA als „linksextremistisch beeinflusst“ ein. Der bayerische Verfassungsschutz tut dies seit Jahren in seinen Berichten fast nach dem Copy-und-Paste-Verfahren.

Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/verfolgte-naziregime-gemeinnuetzigkeit-101.html

Des Weiteren hat das Finanzamt Oberhausen aufgrund derselben Sachlage und Eingabe der VVN-BdA NRW die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Von daher ist die Entscheidung des Berliner Finanzamts nicht nachvollziehbar.

Wer seine Solidarität auch mit Taten ausdrücken will, kann hier Mitglied der VVN-BdA werden:

vvn-bda.de/mitglied-werden/

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA aus Berlin

 

https://www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben

 

 

 

 

 

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27. Januar 2020: Gedenken am „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“

 

 
Gedenken an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945

 

Nie wieder Faschismus! Nein zum Krieg!
Das „Bündnis Dortmund gegen Rechts“ lädt ein zum Gedenkstein für die Sinti und Roma an der Weißenburgerstraße Ecke Gronaustraße.

Hier, am ehemaligen Ost-Bahnhof, begann ihre Deportation in die Vernichtungslager.

 
Kulturelles Programm am Gedenkort:
Musikalischer Beitrag von Peter Sturm, dazu eine Kunstaktion und kurze Wortbeiträge, anschließend Kranzniederlegung

Zeitpunkt des Gedenkens:
27. Januar 2020, Beginn um 16 Uhr

Ort des Gedenkens:
Weißenburgerstr. Ecke Gronaustr.

 

 

 

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9./10. November 1938: Novemberpogrome in Deutschland und Österreich

 

 

Das BDgR gedenkt den Verfolgten der antisemitischen Novemberpogrome von 1938.

 

 

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Die alte Synagoge in Dortmund (1900-1938) (Heute: „Platz der alten Synagoge“)

 

Im Juni 1900 eröffnet, war sie Ausdruck eines blühenden Gemeindelebens, einer gelungenen Emanzipation und Integration des deutschen Judentums.

Der damalige Oberbürgermeister Wilhelm Schmieding sprach stolz von einer „Zierde für die Stadt“ und wünschte sie sich „für Jahrhunderte erbaut“. Stattdessen begann nach der Machtergreifung der Nazis 1933 im Oktober 1938 der Abriss eines der größten jüdischen Bethäuser Deutschlands.

 

 

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Gedenktafel auf dem „Platz der alten Synagoge“ in Dortmund

 

 

Text- und Bild-Quelle: https://www.nordstadtblogger.de/dortmunder-gedenken-die-ns-pogromnacht-9-10-november-1938/

 

 

 

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28.10.19: Aufruf zur Kundgebung gegen rechts

 

 

Demo - Aufruf für 28.10.

 

 

 

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November/Dezember 2019: Ausstellung „Aktion 3“ & Filmvorführungen

 

Das BDgR organisiert und realisiert

eine Ausstellung:
Ausstellung „Aktion 3“ – Deutsche verwerten jüdische Nachbarn
+ dazugehörige Einführungen & Führungen durch die Ausstellung
(Ausstellungseröffnung & Einführung: Mittwoch, 06.11.19; 19:00 Uhr; Steinwache)
(Dauer der Ausstellung: 06.11.19 bis 15.12.19)

Führungen durch die Ausstellung sind nach Anfrage möglich:
dortmundgegenrechts@gmx.net

sowie

Filmvorführungen:
Dokumentarfilm „Menschliches Versagen“
(Samstag, 16.11.19; 20:30 Uhr; Schauburg)
&
Dokumentarfilm „Mariannes Heimkehr – Die Jüdin, der Beamte und das Dorf“
(Dienstag, 03.12.19; 19:00 Uhr; Steinwache)

 

 

 

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Seit Herbst 1941 wurde im Deutschen Reich unter dem Tarnnamen „Aktion 3“ die Ausplünderung der jüdischen Deportierten durch ein Netzwerk aus Finanzämtern, Zoll und Gestapo systematisch organisiert. Das Reichsfinanzministerium gab Anweisungen heraus, wie das Vermögen der deutschen Juden einzuziehen sei. Der Staat bereicherte sich durch die öffentliche Versteigerung allen Besitzes der deutschen Juden. Die Bevölkerung erwarb in diesen Versteigerungen Möbel, Wäsche, Bekleidung, Spielzeug etc. ihrer jüdischen Nachbarn, welche zuvor detaillierte Vermögensaufstellungen anzufertigen hatten. Es gab darüber hinaus direkte Verkäufe und auch öffentliche Stellen haben sich bedient. Von der Ausplünderung der letzten Habe der deutschen Juden profitierten weite Kreise der Bevölkerung.

Diese Entrechtung und Enteignung ist in den durch die Finanzbehörden geführten Akten heute nachvollziehbar. Die Ausstellung dokumentiert diese Akten und zeigt die tiefe Entrechtung der Betroffenen. Erst Ende der 1990er Jahre wurden die Rolle der Finanzbürokratie und ihrer Angehörigen, die Fragen nach ihrer Motivation, ihren Handlungsoptionen und Verantwortlichkeiten breiter erörtert.

Einführung Prof. Dr. Wolfgang Dreßen, Rezitation Tirzah Haase; Ausstellungseröffnung am 6. November um 19:00 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstraße 50, Dortmund

 

 

 

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Filmvorführung „Menschliches Versagen“: Filmdokumentation über Arisierung und die Rolle der Finanzämter

Filmvorführung mit Regisseur Michael Verhoeven; Vorführung am 16. November um 20:30 Uhr im Filmtheater Schauburg, Brückstraße 66, Dortmund

 

 

 

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Bildquelle „Marianne Winter“: bo-alternativ.de/2011/11/07/dokumentarfilm-mariannes-heimkehr/

Filmvorführung „Mariannes Heimkehr – Die Jüdin, der Beamte und das Dorf“: Dokumentarfilm über die Shoah, die Arisierung und die deutsche Wiedergutmachungspolitik am Beispiel der Jüdin Marianne Winter in Hemmerden

Vorführung mit Filmemacher Gert Monheim; 3. Dezember um 19:00 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, Steinstraße 50, Dortmund

 

 

 

Eine Veranstaltung des Bündnis Dortmund gegen Rechts und der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache mit freundlicher Unterstützung der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund, der VVN–BdA sowie des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache – Internationales Rombergpark-Komitee e.V.

 

 

 

Ausstellungseröffnung am 6. November in der Steinwache

Aktion 3 „Deutsche verwerten jüdische Nachbarn“

Dokumente zur Arisierung

 

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v.l.n.r.: Tirzah Haase, Helmut Manz und Prof. Wolfgang Dreßen

 

Einen sehr guten Zuspruch fand die Veranstaltung zur Ausstellungseröffnung „Aktion 3 : Deutsche verwerten jüdische Nachbarn“.

Am 6. November  erschienen in der Steinwache  rund siebzig Interessierte, so dass der Seminarraum in der Steinwache gut gefüllt war.

Zu Beginn gab es ein je Grußwort von Herrn Markus Günnewig (stellvertretender Leiter der Steinwache) und von Herrn Hartmut Anders-Hoepgen (ehrenamtlicher Sonderbeauftragter der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie). Beide wiesen auf die Wichtigkeit einer solchen Ausstellung hin und dankten dem Macher Professor Wolfgang Dreßen und auch dem Bündnis Dortmund gegen Rechts für die Möglichkeit dies zu realisieren.

Helmut Manz (Bündnis Dortmund gegen Rechts), der den Abend moderierte, stellte die Schauspielerin Tirzah Haase vor, die eine Auswahl der Dokumente rezitierte. Frau Haase beeindruckte sehr, indem sie beispielhaft zunächst von jüdischen Mitbürgern angefertigte Vermögensaufstellungen vortrug, dann die Versteigerung  persönlichster Gegenstände deutlich machte und  am Beispiel eines Mahnschreibens bezüglich der Bezahlung von in Besitz genommenen und dann gelieferten Nähmaschinen an die Gettoverwaltung den Irrsinn des ganzen „legalen“ Unterfangens verdeutlichte.

Wolfgang Dreßen erläuterte seine Motivation und seine Arbeit im Zusammenhang mit der Ausstellung.

Es ergab sich eine sehr lebhafte Diskussion der Gäste und dem Macher der Ausstellung. Im Anschluss konnte die Ausstellung besichtigt werden.

 

Passend zur Ausstellung wird am 16. November um 20:30 Uhr der Film „Menschiches Versagen“ von Michael Verhoeven im Filmtheater Schauburg gezeigt.  Der Regisseur ist dabei anwesend. Am 3. Dezember um 19 Uhr kann in der Steinwache Gerd Monheims Film „Mariannes Heimkehr – Die Jüdin, der Beamte und das Dorf“ angesehen werden. Auch hier wird der Regisseur dabei sein. Der Eintritt ist jeweils kostenlos.

 

 

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

 

 

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